Dramatische Szenen spielten sich im Zuge einer Schwerpunktaktion der Wiener Polizei in der Innenstadt ab: Ein Autofahrer flüchtete vor einer Kontrolle, schleifte dabei einen Beamten mehr als 100 Meter mit.
Die Polizisten der Landesverkehrsabteilung Wien waren zuvor auf den Lenker aufmerksam geworden, weil dieser während der Fahrt mit seinem Handy hantierte. Als die Beamten den Mann anhalten wollten, gab dieser plötzlich Gas und flüchtete mit seinem Auto durch die Wiener Innenstadt.
Während seiner Flucht beging der Fahrer laut Polizei zahlreiche Verwaltungsübertretungen. Die Verfolgungsjagd führte entlang des Rings bis in die Operngasse und schließlich weiter in die Friedrichstraße.
Dort konnte das Fahrzeug zunächst gestoppt werden. Ein Beamter stellte sein Dienstfahrrad direkt vor dem Auto ab, um eine weitere Flucht zu verhindern. Weil sich der Lenker weiterhin aggressiv verhielt, versuchte der Polizist, den Autoschlüssel abzunehmen. Genau in diesem Moment setzte der Mann den Wagen plötzlich wieder in Bewegung. Das Dienstfahrrad wurde mitgeschleift – ebenso der Beamte, dessen Hand sich noch im Fahrzeug befand.
Über mehr als 100 Meter wurde der Polizist laut Polizei mitgezogen. Erst durch einen Schlag gegen das Gesicht des Lenkers gelang es dem Beamten schließlich, das Fahrzeug zum Stillstand zu bringen. Der Fahrer konnte danach festgenommen werden.
Bei einer Untersuchung stellte sich heraus, dass der 50-jährige Mann aus Serbien unter Suchtmitteleinfluss stand. Außerdem war ihm der Führerschein bereits vor längerer Zeit entzogen worden.
Auch das Fahrzeug selbst befand sich laut Polizei in einem desolaten Zustand – die Kennzeichen wurden sofort abgenommen. Der Polizist erlitt Verletzungen unbestimmten Grades und konnte seinen Dienst nicht mehr fortsetzen.