Gute Nachrichten am Sonntag aus dem Wiener AKH und dem Badener Landesklinikum: Jenen zwei Frauen, die seit letzter Woche auf Intensivstationen liegen, geht es besser. Die Frau im AKH ist außer Lebensgefahr ("Heute" berichtete), jene Patientin in Baden ist weiterhin auf der Intensivstation, aber stabil.
Rückblick: Mit einer Tragödie hatten drei sogenannte Follikel-Punktionen (Anm.: es werden Eizellen aus den gereiften Eibläschen entnommen) in einer Badener Kinderwunschklinik für drei Frauen unter 40 geendet.
Die Eingriffe waren am Mittwoch unter Vollnarkose durchgeführt worden. Alle drei Patientinnen konnten die Kinderwunschklinik zwar verlassen, Stunden später kam es zu schweren Komplikationen ("Heute" berichtete). Eine Frau starb, zwei Opfer sind nach wie vor im Krankenhaus.
Die Staatsanwaltschaft Wr. Neustadt leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes der grob fahrlässigen Tötung und grob fahrlässiger Körperverletzung ein, eine Obduktion der Toten wurde in Auftrag gegeben.
Von Seiten der Babywunschklinik hieß es, dass die Eingriffe korrekt abgelaufen seien. Der Anwalt des ausführenden Anästhesisten, Paul Kessler, geht von einem Arzneifehler und nicht von menschlichem Versagen aus. Der Anwalt hält eine Sepsis durch einen Keim im Narkosemittel für möglich.
Erste Erkenntnisse sollen bereits im Laufe dieser Woche vorliegen. Für den Arzt und die Klinik gilt die Unschuldsvermutung.