Die Corona-Auflagen machen es den Freibädern nicht leicht, immer wieder stoßen sie mit ihren Maßnahmen auf Unmut. In Guntramsdorf etwa dürfen heuer nur Einheimische an die Badeteiche und in Baden kann man nur dann eine Saisonkarte kaufen, wenn man im Vorjahr schon eine hatte. Tageskarten gibt es jeweils nicht, "Heute" berichtete.
Einen anderen Weg geht man in der Marktgemeinde Pitten. Dort gibt es zwar Tageskarten, aber nur an Wochenenden und Feiertagen. Nur wer eine Saisonkarte hat, darf auch unter der Woche ins Bad. Auch diese Regelung stößt zumindest auf so viel Widerstand, dass die Beschwerden darüber bei "Heute" landeten.
"Viele Familien treffen sich auch unter der Woche mit Kindern und Verwandten aus umliegenden Gemeinden. Aufgrund der Reglementierung ist dies nicht möglich. Mein Sohn hatte in den Ferien immer wieder Freunde aus Wr. Neustadt zu Besuch, ein Besuch im Freibad mit Freunden fällt so aber flach", schreibt eine Pittenerin, die anonym bleiben will.
"Heute" fragte beim Pittener Bürgermeister Helmut Berger nach. Der erklärt die ungewöhnliche Regelung mit Personalmangel: "Wir haben einfach nicht die Ressourcen, dass unter der Woche jemand permanent am Eingang darauf schaut, dass alle Auflagen eingehalten werden. Bei den Saisonkarten ist das einfach, die braucht man nicht wirklich kontrollieren. Die gehen einfach durch und es entsteht keine Schlange, die Gesichter kennt man im Bad ja."
Eine Saisonkarte in Pitten kostet heuer für Erwachsene 37, für Pensionisten 25 und für Kinder/Schüler gar nur 13 Euro. Ein Platzproblem gibt es im Schlossbad durch die Auflagen nicht. "Wir haben auch mit den Auflagen Platz für rund 800 oder 900 Menschen, viel mehr waren in den vergangenen Jahren auch nie gleichzeitig da. Wenn es die Vorgaben der Regierung zulassen, werden wir auch den Einlass unter der Woche wieder lockern", so Berger.