1982 gewann Nicole mit "Ein bisschen Frieden" als erste Deutsche den Eurovision Song Contest – heute sieht die Sängerin den Bewerb allerdings kritisch.
Vor allem die schrillen Auftritte vieler Acts gehen der 62-Jährigen gehörig gegen den Strich.
Im Interview mit "Schlagerpuls" machte Nicole ihrem Ärger Luft: "Das ist ein Lieder-Wettbewerb und kein Show-Wettbewerb." Statt Musik und Emotionen würden heute vor allem spektakuläre Inszenierungen zählen.
Besonders die Outfits und Bühnenshows seien ihr mittlerweile zu viel. Fahrbare Treppen, digitale Effekte, halbnackte Tänzer, Badeanzüge oder Overknees – laut Nicole gehe es beim ESC immer öfter nur noch um Aufmerksamkeit.
"Es ist nur noch laut und schrill", kritisiert die Sängerin. Die Schlagerikone vermisst vor allem Authentizität und echte Gefühle. Viele Acts wirkten auf sie austauschbar.
Ein gutes Lied müsse auch ohne große Show funktionieren, meint Nicole. Ihren eigenen Sieg 1982 schaffte sie damals nur mit Gitarre, Stimme und einem Friedenssong.
Trotz ihrer harten Worte verfolgt Nicole den ESC weiterhin. Einzelne Auftritte wie jener von Conchita Wurst mit "Rise Like a Phoenix" seien ihr positiv in Erinnerung geblieben. Viele neuere Sieger könne sie dagegen kaum mehr nennen.
Am kommenden Mittwoch tritt die Sängerin gemeinsam mit der Schweizer Schlagersängerin Francine Jordi und dem Kärntner Tausendsassa Marco Ventre im Wiener Portofino auf.