Ein Treffen, das selbst im politischen Alltag selten ist: Bundespräsident Alexander Van der Bellen versammelte am 21. April heimische "Song Contest"-Geschichte in seiner Präsidentschaftskanzlei.
Ikonen aus über fünf Jahrzehnten kamen zusammen – von Waterloo & Robinson bis Conchita Wurst alias Thomas Neuwirth, sowie Vorjahressieger JJ und ebenso die diesjährige Hoffnung Cosmó.
Mitten unter ihnen: Manuel Ortega, der vielen noch als Österreichs Vertreter von 2002 sowie als "Dancing Stars"-Gewinner in Erinnerung ist – und der optisch kaum verändert scheint.
Abseits der großen Bühnen wurde es um ihn zuletzt ruhiger. Ortega tauschte das Rampenlicht gegen ein neues Leben als Kaffeehaus-Betreiber: "Ich hab Cafés gebaut. Ich hab Leben gelernt." Doch ganz von der Karriere als Musiker loslassen konnte er nie. "Eins hat immer gefehlt: die Bühne", gibt er zu.
Heute steht der mittlerweile 46-Jährige wieder im Studio, singt erneut live und beschreibt seine Rückkehr so: "Weil Musik kein Job ist. Musik ist das, was bleibt, wenn alles andere wegfällt." Erst im März sang er die größten "Song Contest"-Hits im Zuge eines Konzerts im Wiener CasaNova.
Als klassisches Comeback will er seine musikalische Rückkehr aber nicht bezeichnen: "Sondern ein neues Kapitel. Ehrlicher, reifer, echter." Auf Instagram bedient er sich dabei außerdem neuen Trends und versucht damit neue Generationen auf sich aufmerksam zu machen.
Das Wiedersehen der "ESC"-Stars dürfte die Motivation, noch einmal durchstarten zu wollen, sicherlich zusätzlich beflügelt haben – und vielleicht sogar erste Ideen für gemeinsame Projekte geweckt haben. Bei so vielen Musikern in einem Raum würde das ja beinahe auf der Hand liegen.
Und wer weiß: Vielleicht steht er schon bald wieder auf einer der großen Bühnen – möglicherweise sogar mit einigen anderen ehemaligen "ESC"-Stars im Mai in der Wiener Stadthalle?