Wenn sich Jahrzehnte an Musikgeschichte in einem Raum versammeln, ist das selbst für Bundespräsident Alexander Van der Bellen kein Alltag: Am 21. April lud er Österreichs ESC-Teilnehmer aus über 50 Jahren in seine Präsidentschaftskanzlei. Von Waterloo & Robinson über Gewinner Conchita Wurst (Thomas Neuwirth), bis zur diesjährigen Hoffnung Cosmó – alle folgten der Einladung.
Beim großen ESC-Treffen in der Hofburg stand neben Nostalgie vor allem eine Frage im Raum: Wie stehen die Chancen für Österreichs Song "Tanzschein"? Die Showlegenden der vergangenen Jahrzehnte sprachen gegenüber "Heute" offen ihre klaren Prognosen aus.
Rückendeckung gibt es unter anderem vom amtierenden ESC-Gewinner JJ. Er zeigt sich überzeugt, dass Cosmó "die Bühne in der Stadthalle rockt" und betont gleichzeitig die persönliche Ebene: Die beiden verstehen sich "super", er sei "ganz, ganz ein Lieber".
Auch Zoë Straub – sie hat Österreich mit "Loin d'ici" im Jahr 2016 vertreten – traut dem 19-Jährigen Burgenländer einiges zu und ist überzeugt, dass er das Publikum mitreißen kann. 1982 stand Elisabeth Engstler auf der ESC-Bühne – heute schwärmt vom 19-Jährigen Cosmó und hebt im "Heute"-Talk vor allem seine Ausstrahlung hervor: "Mir gefällt einfach seine Energie".
Während einige den "Tanzschein" sofort feierten, brauchte Simone Stelzer ein paar Anläufe: "Es war Liebe auf den zweiten Blick," gibt sie lachend im "Heute"-Talk zu. Inzwischen ist sie aber ein großer Fan des Songs und hat sich sogar, bislang eher erfolglos, in der Choreografie probiert. Sie ist sich aber sicher: "Bis zum Song Contest hab ich’s auf jeden Fall drauf."
Und wie schaut's mit Siegeschancen aus? Straub sieht Cosmó mit "guten Chancen, beim Publikum richtig gut abzuräumen". Auch Engstler legt sich fest: "Also ich wünsch ihn ganz nach vorne." Etwas vorsichtiger bleibt Eric Papilaya. Die Platzierung sei schwer vorherzusagen – "weil es ist deutsch, und es ist einfach mehr eine Art Partysong." Sicher ist für ihn aber: "In der Halle wird auf jeden Fall die Post abgehen."
Alles in allem ein klares Bild: Viel Unterstützung aus der eigenen Szene – und die Hoffnung, dass Cosmo beim ESC nicht nur auffällt, sondern ganz vorne mitmischt.