Der Eurovision Song Contest 2026 in Wien wirft schon jetzt hohe Wellen. Die finnische Violinistin Linda Lampenius, die gemeinsam mit Sänger Pete Parkkonen mit dem Song "Liekinheitin" (auf Deutsch: Flammenwerfer) antritt, will ihr Instrument live auf der Bühne spielen.
Das Problem dabei: Laut den offiziellen ESC-Regeln darf nur der Gesang live sein. Alle Instrumente müssen vom Band kommen – eine Regel, die seit über 50 Jahren besteht.
Wie esc-kompakt.de berichtet, hat Finnland bei der EBU bereits eine Anfrage gestellt, Linda das Live-Spiel zu erlauben. Offiziell bestätigt ist das zwar noch nicht, doch mehrere Fanseiten berichten über den Wunsch der Künstlerin.
Im Vorjahr gab es bereits eine ähnliche Situation: Der Italiener Lucio Corsi durfte seine Mundharmonika live spielen. Das wurde damals als Ausnahme verstanden – doch jetzt könnten weitere Acts nachziehen wollen.
Linda Lampenius ist seit über 30 Jahren erfolgreiche Konzertviolinistin. In ihrem Beitrag spielt die Geige eine zentrale Rolle und ist quasi die zweite Stimme neben Pete Parkkonen.
Sollte die EBU die Anfrage genehmigen, müssten wohl neue Regeln formuliert werden. Viele Acts haben sich in der Vergangenheit darüber geärgert, nicht live spielen zu dürfen – besonders für Bands ist das oft ungewohnt.
Finnland gilt mit "Liekinheitin" als einer der Topfavoriten für den Sieg in Wien. Der Song handelt von extremer Anziehung und der Zerrissenheit zwischen Begierde und Vernunft.