Wenige Monate vor dem Eurovision Song Contest in Wien gibt es den ersten großen Eklat. Die schwedische Teilnehmerin Felicia hat mit ihren Aussagen zur Teilnahme Israels für heftige Kontroversen gesorgt.
Die 24-jährige Sängerin gewann vergangenes Wochenende das schwedische Melodifestivalen mit ihrem Song "My System". Damit sicherte sie sich das Ticket für das erste ESC-Semifinale am 12. Mai in der Wiener Stadthalle.
Wie "esc-kompakt.de" berichtet, forderte Felicia in einem Interview mit der schwedischen Nachrichtenagentur TT den Ausschluss Israels vom Wettbewerb. "Ich glaube nicht, dass es eine gute Idee ist, dass Israel teilnimmt", sagte sie. Und weiter: "Ich gehe hin, und dann werde ich dafür sorgen müssen, dass sie nicht gewinnen."
Die European Broadcasting Union (EBU) schaltete sich umgehend ein und kontaktierte den schwedischen Sender SVT. Eurovision-Direktor Martin Green erinnerte an die strengen Regeln zur politischen Neutralität: "Die Teilnehmer dürfen den Eurovision Song Contest nicht instrumentalisieren oder die Veranstaltung als Druckmittel nutzen."
Felicia zeigt sich jedoch unbeeindruckt und bleibt bei ihrer Haltung. Der schwedische Sender SVT signalisiert ihr Rückendeckung. Programmdirektorin Eva Beckman betonte, dass die Meinungsfreiheit auch für Künstler gelte, die am ESC teilnehmen.
Der israelische Sender KAN reagierte ebenfalls und erklärte, man arbeite daran, "den Eurovision Song Contest aus jeglicher politischen Diskussion herauszuhalten". Berichten zufolge erwägt KAN, eine offizielle Beschwerde bei der EBU einzureichen.
Auch Spaniens Rundfunkchef schaltete sich ein und bezeichnete das Vorgehen der EBU als "beschämend". Spanien hat sich bereits vom ESC 2026 zurückgezogen, weil Israel teilnehmen darf.