Der Komiker Hape Kerkeling hat eine klare Meinung zur anhaltenden Debatte um die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest geäußert. In einem Podcast sprach der Kölner Entertainer offen über die Kontroverse, die den Musikwettbewerb seit Monaten begleitet und europaweit für Diskussionen sorgt.
In der Sendung "Zwischen den Zeilen" mit Bettina Böttinger bezog der 61-Jährige klar Stellung. Kerkeling macht deutlich, dass Israel aus seiner Sicht Teil des Wettbewerbs bleiben müsse. "Natürlich gehört Israel dazu", sagte er und stellte sich damit gegen Forderungen nach einem Ausschluss.
Auch zur politischen Debatte fand er deutliche Worte: "Das gehört einfach nicht auf die ESC Tagesordnung, darüber zu sprechen. Israel wurde angegriffen, das steht zweifelsfrei fest. Nicht Israel hat angegriffen, sondern Israel wurde angegriffen und hat sich zur Wehr gesetzt."
Weiter sagte er: "Ob man diese Mittel gerechtfertigt findet oder nicht, darüber kann man sicher streiten, aber es war zunächst erst mal die Defensive."
Der 70. Eurovision Song Contest findet heuer in Wien statt. Spanien, Irland, Island, die Niederlande und Slowenien boykottieren den Bewerb aus Protest gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen.
Zusätzlich sorgt das Abstimmungssystem für Kritik. Der 61-Jährige betonte, dass Israel beim ESC 2025 Platz eins erreicht hätte, wenn nur die Stimmen des Publikums gezählt worden wären. Kritiker sprachen von möglichen Manipulationen. Die Europäische Rundfunkunion reagierte und begrenzte für den diesjährigen Wettbewerb die maximale Anzahl an abgebbaren Publikumsstimmen.