Sie zählt zu den fünf Prozent der Musikproduzentinnen weltweit und ist sich den Herausforderungen als Frau im Business durchaus bewusst. "Das Älterwerden spielt noch immer eine Rolle in der Pop-Branche", bedauert Paenda, die eigentlich Gabriela Horn heißt, im "Heute"-Gespräch.
Die 38-jährige Musikerin besingt diese spezielle Lebensphase in ihrem neuen Mini-Album "Too young to feel old, too old to feel young", das am 13. März erscheint. Es geht um das Lebensgefühl "dazwischen". Für sie heißt das: "Man merkt in seinen 30ern, dass man nicht mehr jung ist."
Irgendwo zwischen jugendlich und erwachsen werden Gleichaltrige vor allem über das Thema Familie angesprochen. "Ich habe aber keine Kinder, wo werde ich abgeholt?", fragt sich die Steirerin, die seit vier Jahren mit Trackshittaz-Sänger Lukas Plöchl glücklich ist. "Als Frau kann man es sowieso nie richtig machen", bedauert sie.
Wie schon ihr Partner 2012, vertrat sie selbst Österreich 2019 beim ESC. Ins Finale schaffte sie es in Tel Aviv allerdings nicht. "Nach dem Song Contest war es massiv schwierig, wie die Leute auf mich reagiert haben. Da waren schon harte Sätze dabei", blickt die Sängerin zurück. "Ich kann mit Cosmó mitfühlen, ich habe auch Hass erfahren". Dennoch macht Paenda deutlich: "Der ESC hat mir viele Türen geöffnet. Manchen ist die internationale Reichweite gar nicht bewusst."
Mit ihrer neuen EP, die ausschließlich selbstproduzierte Dance-Pop-Tracks wie "Forever 28" enthält, begibt sich Paenda nun auf eine spannende, musikalische Reise. Sie hat sich zwar "bewusst dazu entschieden, meinen Unterrichtsjob nicht aufzugeben." Aber: "Meine Karriere ist erst vorbei, wenn ich es sage".