Kurz vor Song Contest

Weißmann ist weg: Was bedeutet das jetzt für den ESC?

Nur zwei Monate vor der größten Musikshow der Welt, kommt es zum ORF-Knall: Roland Weißmann tritt als Generaldirektor zurück.
Heute Entertainment
10.03.2026, 08:28
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Der Rücktritt von Roland Weißmann kommt zu einem besonders sensiblen Zeitpunkt: Der ORF steckt mitten in den finalen Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest, der im Mai 2026 in Wien stattfindet. Als Gastgeber-Sender trägt der ORF die Hauptverantwortung für Organisation und Durchführung der Show.

Branchenbeobachter gehen allerdings davon aus, dass die Auswirkungen auf die konkrete Umsetzung begrenzt bleiben dürften. Die Planungen für das Großevent laufen seit Monaten, viele Entscheidungen sind längst getroffen. In dieser Phase geht es vor allem noch um Produktion und Umsetzung.

Vorwurf von ORF-Mitarbeiterin

Größere Bedeutung könnte der Rücktritt dagegen für die Zukunft des Senders haben. Bereits am 1. Mai soll die Ausschreibung für die nächste ORF-Generaldirektion starten, die Wahl ist für den 11. August geplant. Die neue Führung übernimmt Anfang 2027.

Wer künftig an der Spitze des ORF steht, könnte auch langfristig Einfluss auf die strategische Ausrichtung rund um den Eurovision Song Contest nehmen – etwa bei Budgetfragen oder der Rolle des Wettbewerbs im Programm.

Auslöser sind Vorwürfe der sexuellen Belästigung, die eine ORF-Mitarbeiterin in Zusammenhang mit einem angeblichen Vorfall aus dem Jahr 2022 erhoben hat. Weißmann weist die Anschuldigungen zurück. Sein Anwalt kritisiert das Vorgehen des ORF-Stiftungsrat und spricht von einer "überschießenden Reaktion". Dennoch erklärte Weißmann, er habe seinen Posten aufgegeben, um Schaden vom Unternehmen abzuwenden.

Die operative Leitung des Senders übernimmt vorerst Ingrid Thurnher, bisher Hörfunkdirektorin beim ORF. Der Stiftungsrat will sie in der nächsten Sitzung offiziell mit der interimistischen Führung betrauen.

Stiftungsratschef Heinz Lederer betonte, eine schnelle und transparente Aufklärung der Vorwürfe habe oberste Priorität. Gleichzeitig müsse die Handlungsfähigkeit des Unternehmens gesichert bleiben.

Für den Moment gilt also: Die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest 2026 laufen weiter. Mit der Übergangsführung soll sichergestellt werden, dass der ORF in der heißen Phase der Organisation handlungsfähig bleibt, damit Wien im Mai dennoch eine reibungslose ESC-Show liefern kann.

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.03.2026, 08:28
Jetzt E-Paper lesen