Beim San Marino Song Contest 2026 hat sich Senhit durchgesetzt. Gemeinsam mit Boy George gewann sie das Finale mit dem Song "Superstar" und darf damit San Marino beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien vertreten.
Doch eine Sache sorgte sofort für Gesprächsstoff: Boy George war beim Finale gar nicht anwesend.
Der britische Popstar, der als Frontmann der Band Culture Club in den 1980er-Jahren mit Hits wie "Karma Chameleon" weltberühmt wurde, trat beim Finale nicht auf. Auf der Bühne stand ausschließlich Senhit.
Ob Boy George beim Eurovision Song Contest tatsächlich live dabei sein wird, ist derzeit unklar. Auf der offiziellen ESC-Webseite wird aktuell nur Senhit als Interpretin genannt.
Allerdings zeigt die Vergangenheit, dass solche Überraschungen durchaus möglich sind: Beim ESC 2021 tauchte plötzlich auch Flo Rida auf der Bühne auf, nachdem er zunächst ebenfalls nicht bei allen Auftritten präsent war.
Insgesamt 21 Acts kämpften im Finale um das ESC-Ticket. Der Weg dorthin war lang: 10 etablierte Acts wurden direkt ins Finale gesetzt, 10 weitere qualifizierten sich über zwei Halbfinals. Zusätzlich wurde Marco Cerve kurzfristig nachnominiert.
Dem Wettbewerb ging der große Dreaming San Marino Contest 2026 voraus.
Über 800 Bewerbungen aus mehr als 40 Ländern gingen ein. 291 Acts erreichten die Auditions, 240 davon schafften es in die sogenannte Stage-&-Live-Academy-Phase, bevor schließlich die Halbfinalisten bestimmt wurden.
Im Finale entschied schließlich eine fünfköpfige Jury über den Sieger.
Für Senhit ist es bereits der dritte ESC-Anlauf für San Marino: 2011 probierte sie es mit "Stand By", schied jedoch im Halbfinale aus. Zehn Jahre später, also 2021, trat sie mit "Adrenalina" auf. Mit dabei: Flo Rida. Am Ende reichte es nur für Platz 22 im Finale. Nun kommt sie mit "Superstar" nach Wien.
Der Song "Superstar" ist ein energiegeladener Dance-Pop-Track mit deutlichen 80er-Jahre-Einflüssen. Inhaltlich dreht sich alles um Selbstbewusstsein, Glamour und das Gefühl, im Rampenlicht zu stehen.
Geschrieben wurde der Titel von Senhit und Boy George selbst sowie von Jonathan Bellini und Thomas Stengaard, der bereits an mehreren ESC-Beiträgen beteiligt war.
Die große Frage bleibt nun: Wird Boy George tatsächlich beim Eurovision Song Contest in Wien auf der Bühne stehen – oder bleibt er nur ein prominenter Name in den Credits