Italien schickt einen echten Bühnenprofi zum Eurovision Song Contest 2026: Sal da Vinci hat mit seinem Beitrag "Per sempre si" das legendäre Festival di Sanremo 2026 gewonnen. Nach fünf Showabenden und einem spannenden Superfinale setzte er sich mit 22,2 Prozent Gesamtwertung knapp gegen Sayf (21,9 Prozent) durch.
Zunächst ließ der Sänger offen, ob er das mit dem Sanremo-Sieg verbundene Vorrecht wahrnehmen würde, Italien beim ESC in Wien zu vertreten. Erst am Sonntagnachmittag folgte die Entscheidung: Sal da Vinci wird für Italien antreten.
Zu Beginn des Festivals war sein Sieg noch nicht absehbar.
Abend 1: Nicht in den Top 5 der Presse-Jury
Abend 3: Top 5 bei Televoting und Radio-Jury
Cover-Abend (außer Konkurrenz): Platz 6
Superfinale: Entscheidung durch Publikum (34 %), Presse-Jury (33 %) und Radio-Jury (33 %)
Im Superfinale gewann Sayf zwar das Televoting mit 26,4 Prozent (Sal da Vinci: 23,5 Prozent), doch offenbar überzeugte Sal da Vinci insbesondere Presse- und Radio-Jury stärker. Die Detailwertungen wurden bislang nicht veröffentlicht.
Der Siegertitel ist ein eingängiger Italo-Schlager mit 70er-Jahre-Disco-Einschlag. Die Melodie bleibt sofort im Ohr, der Text erzählt von einem Paar am Tag seiner Hochzeit, das sich nach gemeinsamen Höhen und Tiefen ewige Liebe schwört. Ein feierliches "Ja" vor Gott besiegelt das Versprechen – per sempre si.
Mit diesem nostalgisch-modernen Sound setzt Italien 2026 auf Emotion, Leichtigkeit und klassische Sanremo-Tradition.
Sal da Vinci, bürgerlich Salvatore Michael Sorrentino, wurde 1969 in New York geboren und wuchs als Sohn eines neapolitanischen "Sceneggiata"-Darstellers in einer Theaterfamilie auf. Bereits mit sechs Jahren stand er erstmals mit seinem Vater Mario auf der Bühne.
In den 1980er-Jahren konzentrierte er sich vollständig auf die Musik. Über Jahrzehnte hinweg hat sich Sal da Vinci als feste Größe der italienischen Musik etabliert – nun folgt mit dem ESC die nächste große Bühne.
Mit einem erfahrenen Live-Künstler und einem eingängigen Song dürfte Italien auch in Wien wieder zum erweiterten Favoritenkreis zählen. Nach dem knappen Sanremo-Triumph wird spannend sein, wie "Per sempre si" international ankommt.