Der Countdown läuft: Am 28. Februar entscheidet sich, wer Norwegen beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien vertreten wird. Dann steigt in der 21.000-Einwohner-Stadt Lillehammer das Finale des traditionsreichen Vorentscheids Melodi Grand Prix (MGP). Nun wird es erstmals konkret.
Denn: Acht der neun Finalisten stehen bereits fest. Und unter ihnen befindet sich kein Geringerer als ESC-Sieger Alexander Rybak. Über das mögliche Comeback der norwegischen ESC-Legende wurde in den vergangenen Wochen viel spekuliert. Jetzt ist klar: Das Gerücht stimmt.
Der neunte und letzte Platz im Finale ist noch offen. Acht weitere Acts kämpfen derzeit um das begehrte Ticket, das über eine eigene MGP-Publikumswahl („Wildcard“)
vergeben wird. Wer es schafft, wird am 27. Januar in einer eigenen Show bekannt gegeben.
Alle Songs der bereits bestätigten Finalist*innen erscheinen am 26. Januar in voller Länge. Auf der offiziellen Website des Senders NRK wurden die Acts bereits vorgestellt – inklusive 30-Sekunden-Snippets ihrer Beiträge. Eine Ausnahme sorgt jedoch für Aufsehen: Der Song von Alexander Rybak fehlt bislang.
Ganz leer geht man aber nicht aus: Fest steht, dass Rybaks Beitrag aus seinem brandneuen Album "Fairytales Too" stammt, das heute erschienen ist. Der Titel des ESC-Songs wurde allerdings noch nicht offiziell bestätigt. In Fan-Kreisen kursiert der Name "Rise", doch eine Bestätigung dafür gibt es bisher nicht.
Rybak selbst braucht kaum Erklärung: Der Musiker aus Nesodden gewann den ESC 2009 mit "Fairytale" und schrieb damit Eurovision-Geschichte. Seine Mischung aus Pop, Emotion und ikonischer Geige machte ihn europaweit zum Star. Diese Geige wird – so viel ist sicher – auch beim MGP 2026 wieder mit dabei sein.
In den vergangenen Jahren widmete sich Rybak anderen Projekten: Er schrieb das Kindermusical "Trolle", absolvierte ein Masterstudium in Filmmusik in den USA und zog sich zeitweise aus dem ESC-Kosmos zurück. Mit dem Album "Fairytales Too" ist er nun musikalisch zurück – mit einem Sound zwischen Pop und filmischem Orchester.
Dass er nun wieder beim Melodi Grand Prix antritt, ist kein Zufall: Schon länger wurde gemunkelt, dass Rybak ein drittes Mal zum Eurovision Song Contest möchte.
Der Melodi Grand Prix findet 2026 erstmals in Lillehammer statt und soll laut NRK eine große ESC-Party werden. Für Norwegen stellt sich damit die entscheidende Frage: Setzt man auf den weltbekannten ESC-Rückkehrer oder auf einen neuen Namen?