Wenn im Mai 35 Nationen in der Wiener Stadthalle aufeinandertreffen, soll die Bühne ein echtes Licht-Spektakel bieten. Die EBU hat jetzt ein Video veröffentlicht, das alle Beleuchtungselemente der ESC-Bühne in Aktion zeigt.
Verantwortlich für das Lichtdesign ist der britische Lichtdesigner Tim Routledge. Er war bereits beim ESC 2023 in Liverpool und 2025 in Basel im Einsatz und gilt als einer der besten seines Fachs.
Wie EBU berichtet, kommen beim diesjährigen Song Contest mehr als 2.100 LED- und Lasereinheiten sowie über 8.500 einzeln steuerbare LEDs zum Einsatz. Erstmals setzt eine ESC-Produktion zu 100 Prozent auf LED- und Lasertechnologie. Klassische Leuchtmittel wurden komplett gestrichen.
Die Entscheidung hat einen wichtigen Grund: Nachhaltigkeit. Durch den vollständigen Verzicht auf herkömmliche Scheinwerfer sollen Energieverbrauch, Abwärme und Materialaufwand deutlich sinken. Der ESC 2026 will damit ein Zeichen setzen, wie Großproduktionen umweltfreundlicher gestaltet werden können.
"Der Eurovision Song Contest lebt von großen Momenten. Die Herausforderung bestand darin, etwas zu entwerfen, das beeindruckend und groß wirkt, während es hinter den Kulissen deutlich verantwortungsvoller umgesetzt wird", erklärt Routledge sein Konzept.
Das auffälligste Element der Bühne ist ein großer Kreis, der sich einmal rund um die Bühnenfläche zieht und hinten vom Boden abhebt. Dieser sogenannte Stage Arch ist mit LED-Streifen überzogen und an beiden Seiten mit Scheinwerfern bestückt.
Direkt über dem Bühnenboden hängen 80 Scheinwerfer an einzelnen Trägern, die sich individuell hoch- und herunterbewegen lassen. Der Bühnenboden selbst geht nahtlos in eine große LED-Wand im Hintergrund über. Von der Plattform erstreckt sich außerdem ein V-förmiger Laufsteg bis ins Publikum.
An der Hallendecke befinden sich zudem drei Scheinwerferkreise, die nach innen hin kleiner werden. Ein besonderes Feature ist ein fahrbarer Lichtstreifen, der aus dem Bühnenboden auftauchen kann.
Das gesamte Bühnendesign stammt von Stage-Designer Florian Wieder. Es ist bereits sein neunter Entwurf für einen Eurovision Song Contest. Die geschwungenen Formen erinnern dabei bewusst an den ESC 2015, der ebenfalls in Wien stattfand.
Im Hintergrund des Videos ist auch das musikalische Thema des Wettbewerbs zu hören, das Mozarts "Die Zauberflöte" mit zeitgenössischen Elementen verbindet. Mit dem Motto "United by Music – in the Heart of Europe" will Wien sich als offenes Herz Europas präsentieren.