Kurz vor der großen Halbfinal-Auslosung zum Eurovision Song Contest 2026 im Wiener Rathaus kam es am Montagabend zu einer Szene, die selbst bei ESC-erfahrenen Gästen für Schmunzeln sorgte. Noch bevor die Ziehung live um Punkt 19 Uhr international übertragen wurde, stand die symbolische Übergabe des Song Contests von Basel an Wien auf dem Programm – inklusive eines außergewöhnlichen Geschenks.
Der Basler Regierungschef Conradin Cramer übergab den Eurovision Song Contest offiziell an Wien und Bürgermeister Michael Ludwig. Als Zeichen der Verbundenheit brachte er eine große Basler Fasnachtslaterne mit, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.
Auf der kunstvoll gestalteten Laterne sind Basel, Wien und ESC-Sieger JJ abgebildet. Das Geschenk wurde auf der Bühne feierlich überreicht, Ludwig nahm die Laterne dankbar entgegen, Moderator Cesar Sampson half kurz beim Halten des sperrigen Objekts.
Ludwig bedankte sich für die Geste und zeigte sich stolz über den ESC-Sieg Österreichs. Auf die Frage, wo die Laterne künftig stehen solle, sagte der Wiener Bürgermeister, sie sei im Herzen des Song Contests am besten aufgehoben und solle in der Wiener Stadthalle einen Platz finden, damit die Stadt Basel beim Wiener Song Contest präsent bleibe.
Auch Cramer betonte die symbolische Bedeutung des Moments und verwies auf das Motto "United by Music" als verbindende Kraft in Europa. Wien sei dafür ein idealer Austragungsort, erklärte er.
Kurz darauf wurde es allerdings hektisch: Da die internationale Live-Übertragung der Halbfinal-Auslosung unmittelbar bevorstand, musste Sampson Bürgermeister Ludwig darauf hinweisen, dass er zügig seinen Platz einnehmen müsse. Exakt 40 Sekunden vor dem offiziellen Start der Ziehung verließ der Bürgermeister etwas irritiert die Bühne – die große Laterne noch immer in der Hand.
Als er etwas verwirrt seinen Platz mit dem großen Gerät einnehmen wollte, nahm ihm eine Mitarbeiterin das sperrige Objekt ab, sodass die Übertragung pünktlich beginnen konnte.
Trotz dieses kleinen, beinahe chaotischen Moments war die Botschaft des Abends eindeutig: Der Eurovision Song Contest ist nun offiziell in Wien angekommen, und Basel bleibt mit seiner symbolischen Laterne Teil des ESC 2026.