Am Montag steigt im Wiener Rathaus die mit Spannung erwartete Halbfinal-Auslosung für den Eurovision Song Contest 2026. Dabei geht es um weit mehr als nur um die Frage, wer in welchem Halbfinale landet.
Während des sogenannten Allocation Draw wird nicht nur bestimmt, welche Länder in welchem der beiden Halbfinale am 12. und 14. Mai antreten. Zusätzlich wird festgelegt, ob die Acts in der ersten oder zweiten Hälfte ihrer Show auftreten – ein Faktor, der beim ESC traditionell als echter Vorteil oder Nachteil gilt.
Auch die bereits fix für das Finale qualifizierten Länder sind betroffen: Deutschland, Frankreich, Italien, das Vereinigte Königreich sowie Gastgeber Österreich erfahren heute, in welchem Halbfinale sie stimmberechtigt sind und ihren Beitrag außer Konkurrenz präsentieren dürfen.
Der ESC 2026 verzeichnet einen historischen Tiefstand bei den Teilnehmerzahlen: Nach den Absagen von Irland, Island, den Niederlanden, Slowenien und Spanien gehen heuer nur noch 35 Länder an den Start. So wenige wie noch nie seit Einführung der Halbfinals.
Von ihnen müssen sich 30 Nationen erst über die beiden Halbfinale für das große Finale am 16. Mai qualifizieren. Fix im Finale stehen nur die sogenannten Big 4 (Deutschland, Frankreich, Italien, UK) sowie Gastgeber Österreich.
Um den Einfluss von politischem und geografischem Voting möglichst gering zu halten, wurden die Halbfinalisten anhand des historischen Abstimmungsverhaltens auf fünf Lostöpfe aufgeteilt. Aus jedem Topf kommen jeweils drei Länder in jedes Halbfinale.
Die exakte Startreihenfolge für die Shows wird allerdings erst später festgelegt, nämlich dann, wenn alle Songs für den ESC 2026 offiziell feststehen.