Der ORF hat am Donnerstag die neuesten Entwicklungen zum Eurovision Song Contest 2026 bekanntgegeben. So wurde das Sicherheitskonzept präsentiert, über das Thema Nachhaltigkeit gesprochen sowie erste visuelle Einblicke in den Greenroom, der von der Wiener Kaffeehauskultur inspiriert ist, gewährt.
Allein in der Stadthalle sorgen täglich 500 Sicherheitskräfte für Ordnung. Die Polizei ist in Uniform und zivil unterwegs, dazu kommen Spezialkräfte und Polizeidiensthundeeinheiten. Auch gegen Drohnen gibt es spezielle Abwehrmaßnahmen.
Alle Tickets sind personalisiert. Beim Einlass gilt für alle – außer für Kinder – Ausweispflicht. Die Tickets dürfen weder ausgedruckt noch als Screenshot gezeigt werden, weil sich der QR-Code laufend ändert und so Fälschungen verhindert werden, hieß es.
Beim Einlass gibt es strenge Sicherheitsvorkehrungen: So kann es wie am Flughafen zu längeren Wartezeiten kommen. Nur das, was in die Hosentasche passt, darf mit in die Halle. Eine Ausnahme sind durchsichtige Behältnisse im Format von maximal A6. Wer trotzdem einen Rucksack oder eine Handtasche dabei hat, kann sie in Schließfächern rund um die Stadthalle verstauen.
Auch sämtliche am Event Beteiligten werden bereits im Vorfeld strengen Sicherheitschecks unterzogen. "Die Wiener Polizei bringt umfassende Erfahrung bei Großveranstaltungen mit. Ein wesentlicher Bestandteil ist der enge Austausch mit jenen Polizeibehörden, die bei früheren Eurovision-Austragungsorten verantwortlich waren. Der erhöhten Bedrohungslage begegnen wir mit Erfahrung, Expertise und internationaler Vernetzung", erklärte Landespolizei-Vizepräsident Dieter Csefan.
Gemeinsam mit dem Innenministerium und der EBU wurde eine "Cybersecurity Coordination Group" eingerichtet, um die digitale Infrastruktur zu schützen. "Unsere Lagebilder erlauben es uns, Bedrohungen in Echtzeit zu erkennen", meinte ORF-Technikdirektor Harald Kräuter. Zusätzlich unterstützt man auch die Hotels, in denen die ESC-Teilnehmer wohnen – etwa beim Schutz der Buchungsstellen und WLAN-Verbindungen.
Wer noch Karten will, hat am 26. März um 15 Uhr eine neue Chance: Dann startet die zweite Verkaufswelle mit Restkarten. Wie viele Tickets es genau gibt, ist noch offen, es dürften aber nur wenige Tausend sein. Es handelt sich dabei vor allem um Karten, die von Delegationen oder Partnerorganisationen nicht abgerufen wurden.
ORF-Chef Roland Weißmann wies darauf hin, dass nur Interessenten, die sich bereits im Dezember registriert haben, zum Zug kommen. Auch diesmal werden die Tickets wohl sehr schnell weg sein, so wie schon bei der ersten Runde.
Der Greenroom – das ist der Aufenthaltsbereich für Künstler und ihre Teams – bekommt heuer ein besonderes Flair. "Wir stellen uns nicht nur die Frage, ob da weiße, braune oder graue Sessel drinstehen. Wir machen daraus ein Kaffeehaus", führte ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz aus. Die ESC-Teilnehmer müssen auf dem Weg zur Bühne nicht außen herum, sondern gehen über einen Steg direkt durchs Publikum ins Zentrum.
Auch beim Thema Nachhaltigkeit will der ORF Zeichen setzen. Der CO2-Fußabdruck soll so gering wie möglich gehalten werden, es werden die Zertifikate "Green Event" und "Green Producing" angestrebt. Besonders achtet man auf Mobilität, Logistik, Müll und Energie.