Schlimme Beschimpfungen

Hass gegen ESC-Star eskaliert: ORF-Chef reicht es

Seit Freitag steht der 19-jährige Cosmó als Österreichs ESC-Startet fest. Seitdem wird er mit einer riesigen Hasswelle konfrontiert.
Heute Entertainment
24.02.2026, 12:53
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Eigentlich sollten es die schönsten Tage seines jungen Lebens sein. Cosmó (19) hat den nationalen Vorentscheid "Vienna Calling – Wer singt für Österreich?" gewonnen und wird Österreich beim Eurovision Song Contest vertreten. Doch statt Euphorie erlebt der Nachwuchskünstler seit Tagen eine Hasswelle im Netz, die immer größere Ausmaße annimmt.

Nun hat sich erstmals ORF-Generaldirektor Roland Weißmann öffentlich eingeschaltet – und findet deutliche Worte.

Nach einem Treffen mit Cosmó bei der Olympia-Abschlussveranstaltung in Innsbruck teilte Weißmann in seiner Instagram-Story einen emotionalen Appell: "Schon wieder wurde sehr viel Grausliches und Beleidigendes über ihn im Netz geschrieben. Und ehrlich, mich macht das betroffen. Auch wenn es schon beinah Alltag ist."

Besonders trifft ihn, dass es ausgerechnet einen 19-Jährigen erwischt, der gerade die aufregendsten 24 Stunden seines Lebens erlebt: "Ein junger Mensch erlebt vermutlich die aufregendsten 24 Stunden seines Lebens. Und wofür? Weil einem das Lied nicht gefällt? Weil einem die Performance nicht zusagt?"

Weißmann hat einen Wunsch

Weißmann erinnert daran, dass Geschmäcker verschieden sind – und das auch gut so: "Zum Glück. Sonst wäre alles ziemlich fad und grau."

Zwar sei Cosmó nun eine Person des öffentlichen Lebens, habe sich bewusst für die große Bühne entschieden – doch das bedeute nicht, dass er alles hinnehmen müsse: "Das bedeutet nicht automatisch, dass er alles aushalten muss. Nicht jede Häme. Nicht jede Beschimpfung. Nicht jede Entgleisung."

Sein Wunsch ist klar und menschlich: "Vielleicht schaffen wir es, ihm einfach jede Unterstützung zu schenken. Nicht als Bewertung seines Liedes. Nicht als Abstimmung über eine Performance. Sondern als Unterstützung für einen jungen Menschen, der gerade seinen Traum lebt."

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Ö3-Legende rechnet mit Hass-Kommentaren ab

Die Hasswelle gegen Cosmó beschäftigt mittlerweile die gesamte Branche. Bereits seit letzter Woche ist klar, dass der 19-Jährige den ORF-Vorentscheid gegen elf Mitbewerber für sich entscheiden konnte. Beim Publikum holte er die volle Punktezahl. Doch der Online-Gegenwind ließ nicht lange auf sich warten.

Auch in der "Heute"-Community gehen die Meinungen auseinander. Kritik ist erlaubt, doch die persönlichen Angriffe haben laut Beobachtern längst eine Grenze überschritten.

Besonders deutlich äußerte sich Ö3-Legende Eberhard Forcher, langjähriger ESC-Scout des ORF. In einem Posting rechnet er scharf mit den Online-Angreifern ab: "Einen 19-jährigen Musiker, der tatsächlich etwas erreicht hat, von dem andere nur träumen können, so dermaßen unflätig niederzumachen, zeigt nur: Es wird tatsächlich immer schlimmer."

Unterm Strich bleibt ein bitterer Befund: Der ESC soll verbinden. Doch der Ton im Netz wird rauer denn je. Umso wichtiger, dass sich nun auch Stimmen wie jene von Roland Weißmann klar vor einen jungen Künstler stellen, der gerade erst am Anfang steht.

{title && {title} } red, {title && {title} } 24.02.2026, 12:53
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