Caroline Athanasiadis tobt

"Das ist eine Frechheit" – ORF-Star platzt der Kragen

Nach viel Kritik an ESC-Kandidat Cosmó meldet sich ORF-Moderatorin Caroline Athanasiadis mit klaren Worten auf Facebook zu Wort.
André Wilding
23.02.2026, 07:30
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Die Aufregung rund um den österreichischen ESC-Vertreter Cosmó reißt nicht ab. Nach seiner Kür im Vorentscheid schlagen ihm in sozialen Netzwerken heftige Reaktionen entgegen. Für Kabarettistin und Autorin Caroline Athanasiadis ist jetzt aber eine Grenze erreicht.

Athanasiadis, die den Vorentscheid kommentiert hat, stellt sich öffentlich hinter den jungen Musiker. Unter dem Motto "Was wir nicht können ist gönnen!" veröffentlicht sie einen ausführlichen Facebook-Beitrag und findet deutliche Worte: "Wie kann es sein, dass ein junger, ambitionierter, leidenschaftlicher Künstler wie Cosmó, für einen Musikbeitrag, innerhalb kürzester Zeit, so viel Hass und Häme einstecken muss, nur weil einem persönlich sein Lied nicht gefällt?"

"Dann macht mich das wütend"

Auch den ORF nimmt sie dabei in Schutz. Für Athanasiadis ist die Aufregung widersprüchlich: "Wenn es einen Vorentscheid gibt, passt es nicht, weil ja sowieso alles manipuliert ist und wenn es keinen gibt, ist das eine Frechheit, weil über den Kopf der Österreicher*innen hinweg entschieden wird", schreibt sie zu den zahlreichen Kommentaren. Ihr Fazit: "Das einzige, was man dem ORF hier vorwerfen kann, ist, dass solche Shows VIEL ZU WENIG im öffentlich-rechtlichen Fernsehen laufen."

Doch damit nicht genug. In ihrem Posting spart sie auch nicht mit grundsätzlicher Kritik am Musikbetrieb. Es werde nach wie vor zu wenig österreichische Musik gespielt, so ihr Vorwurf. Besonders ärgert sie eine Begründung, die Musiker erhalten: "Wenn Musiker*innen sich anhören müssen, dass ihre Musik zu ähnlich klingt, wie die der internationalen Konkurrenz, und deshalb werden sie nicht gespielt (schriftlich belegte, originale Absage), dann macht mich das wütend." Denn heute sei es "nahezu unmöglich von Musik zu leben".

"WARUM verhindern wir uns selbst?"

Zum Schluss richtet sie eine ganze Reihe an Fragen an die Kritiker: "WARUM verhindern wir uns selbst? WARUM geben wir uns keine Chance? WARUM verkaufen wir uns unter unserem Wert? WARUM pushen wir uns nicht gegenseitig? WARUM können wir uns nicht für andere freuen? WARUM GÖNNEN WIR UNS NICHTS GEGENSEITIG???" Ihr Wunsch ist klar formuliert: "mehr Bamlaks, Anna-Sophies, Lenas, Julias, Kaylas, Philips, Cosmos, Davids, Freuds, Nikotins, Reverends und Sidrits! Nicht nur in TV Shows, sondern vor allem in unseren Playlists und IM RADIO!"

Für Athanasiadis steht fest: Weniger Häme, mehr Zusammenhalt würde der heimischen Musikszene guttun.

{title && {title} } wil, {title && {title} } 23.02.2026, 07:30
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