So viel Improvisation war selten: Die aktuelle Ausgabe von "Willkommen Österreich" entwickelte sich zu einer Parade aus Seitenhieben, Lachern und einem überraschenden Abgang. Während Cesár Sampson über ESC-Leben, Musikfrust und die "heile Welt" des Song Contests plauderte, gerieten die beiden Moderatoren zunehmend aneinander.
Als Kabarettist Berni Wagner auf der Couch Platz nahm, lief endgültig nicht mehr alles nach Plan. Stermann und Grissemann fuhren sich bei ihren Fragen gegenseitig in die Parade, bis Grissemann trocken feststellte, man brauche "sendbares Material" – und die Fragen seines Kollegen seien dafür eher nicht zu gebrauchen. Der Saal kam aus dem Lachen nicht mehr raus.
Doch der eigentliche Eskalationsmoment folgte wenig später. Als Stermann Berni Wagner fragte, ob er Französisch könne, um eventuell die Kinder von Alice Tumler zu babysitten, riss Grissemann der Geduldsfaden. Wortlos griff er zu seinem Tschickpackerl, wandte sich Richtung Kamera und erklärte: "Ich geh schon mal. Stermann wird die Sendung beenden."
Stermann bedankte sich artig fürs Zusehen, während César Sampson kaum mehr aus dem Lachen herauskam, mehrmals den Kopf schüttelte – und sichtlich genoss, was da gerade passierte. Ein Abend, der perfekt zeigte, warum "Willkommen Österreich" genau dann am besten ist, wenn alles aus dem Ruder läuft.
Und eines ist sicher: sendbares Material gab es diesmal mehr als genug.