Am 20. Februar ist es soweit: Beim nationalen Vorentscheid kämpfen die letzten 12 Kandidaten um das heiß-begehrte Ticket zum ESC im Mai. "Heute" sprach mit den "Vienna Calling"-Moderatoren Alice Tumler und Cesár Sampson – und die beiden sind sich einig: Es gab selten so starke Kandidaten wie heuer.
Sampson, der selbst beim ESC 2018 den dritten Platz belegte, ist überzeugt: Österreich kann dieses Jahr auch international gut mithalten – viele Länder, die immer mit guten Teilnehmern antreten, "würden sich wünschen so viel Auswahl zu haben." Alice Tumler verrät, dass es ihr zwei Kandidaten besonders angetan haben – welche, behält sie aber natürlich für sich.
Viele schwere Entscheidungen mussten getroffen werden, bis die letzten 12 Anwärter feststanden. Sampson macht klar, dass nicht jeder gute Song auch automatisch ein guter ESC-Song ist: "Lieder, die ich persönlich wahrscheinlich am liebsten zu Hause hören würde, haben trotzdem keine Chance gut abzuschneiden." Entscheidend kann auch die Sprache sein. Die Moderatoren freut es besonders, dass auch deutsche Songs bei "Vienna Calling" dabei sind, aber dennoch gibt Sampson zu: "Das Anforderungsprofil wird noch schwieriger, zu einem internationalen Bewerb zu fahren, mit einer Sprache die sonst keiner versteht" – der Song muss dann so ausdrucksstark sein, dass die Sprache in den Hintergrund tritt.
Dann kommt Tumler auf den berühmt-berüchtigten "Host-Land-Fluch" zu sprechen – dass Austragungsländer oft eher bescheiden abschneiden. Doch sie nimmt das Thema mit einem Augenzwinkern: "Das wird alles anders. Wir werden's gleich nochmal gewinnen und dann haben wir ein Problem." Die Moderatoren stellen klar: Ein Doppelsieg wäre unglaublich, aber: "Ich glaube jeder in diesem Haus würde happy sein wenn’s nicht passiert," grinst Sampson.
Der ORF hat kein großes Interesse daran, das Mega-Event zwei Jahre in Folge auszutragen. Das bestätigte auch Roland Weißmann bereits: "Mit ein bisschen Augenzwinkern: Ich hoffe, dass wir maximal guter Zweiter werden," so der ORF-Chef im Gespräch mit "Heute".
Tumler und Sampson sind sich aber sicher: Doppelsieg-Potential wäre bei den heurigen Anwärtern da: "Wir müssen nicht Angst haben, dass wir irgendwas schicken, das dann in Ungnade Null Punkte bekommt," so Cesár. Dennoch fügt der Sänger hinzu: "So ein Fast-Sieg ist wahrscheinlich das Coolste was passieren kann, für den ORF, und für Österreich als Austragungsstätte."