Großer Moment für Sänger RIAN: Sein erstes deutschsprachiges Album "Blumendisko" ist gerade erschienen. Ein Debüt, das nicht nur Fans euphorisch macht, sondern auch beim Künstler selbst für ordentlich Herzklopfen sorgt. Die Aufregung? Spürbar. "Ist schon groß", grinst der Musiker im Gespräch mit "Heute" – und erklärt auch gleich warum.
"Ich bin positiv aufgeregt. Es ist ein neues Gefühl von mir, weil es nicht nur ein Song ist, sondern es sind viele", erzählt er. Gerade nach seinem Durchbruch mit "Verwandtschaftstreffen" sei vieles sehr schnell gegangen. Dabei war ihm beim Aufnehmen des Songs selbst noch gar nicht klar, was da ins Rollen kommen würde. "Man releaset ja nur Songs, wo man sich denkt, okay, das könnte es sein." Er habe zwar gewusst, dass Thema und Geschichte spannend seien, "aber das war’s. Und ich hab mir da nichts erwartet. Dass das dann so ein Ausmaß annimmt, das hätte ich mir nicht gedacht."
Mit dem Hit kam natürlich auch die Erwartungshaltung. Nachlegen, liefern, wieder treffen – viele sprechen da vom klassischen Druck der zweiten Single. Der gebürtige Kärntner bleibt entspannt: "Tatsächlich war das nie so präsent in meinem Kopf. Ich mache mir da nie einen Druck." Ganz ohne Anspruch geht es aber auch bei ihm nicht. "Ich muss mein Bestes geben. Da mache ich mir schon einen Druck. Da bin ich sehr perfektionistisch. Aber mehr als das kann ich nicht machen. Gerade im Kreativen darf man sich nicht so einen Druck machen."
Bei der Songauswahl für sein Album "Blumendisko" war eines für ihn klar: Keine Kompromisse. "Nein, das wollte ich nie, dass das passiert. Dass da ein Song drauf ist, hinter dem ich nicht steh, das würde mich irgendwann ärgern. Ich habe eher selektiv geschaut." Am Ende wurden es "14 plus 1". Einen klaren Liebling hat er trotzdem. "Favourite Track habe ich vielleicht - ja, 'Ich bin kein Arzt'. Weil es hat am meisten Spaß gemacht, den zu machen. Das war schon sehr lustig." Live sieht es ein bisschen anders aus: "Das ist 'Tanzen', weil das ist der Song, wo ich das Gefühl habe, dass die meiste Euphorie im Publikum da ist und wo alle sich bewegen und alle mitfeiern und das finde ich immer sehr schön."
Und das Publikum ist da – mehr denn je. Ein Blick auf die Tourdaten zeigt: fast alle Gigs sind ausverkauft. Für RIAN immer noch schwer zu fassen. "Ja, das ist einfach ein Wahnsinn, so würde ich es bezeichnen. Das sind auch so Dinge, mit denen man nicht rechnet, die man nie erwartet, weil ich glaube, das wäre gar nicht gesund. Aber über die freue ich mich wahnsinnig." Für ihn die schönste Bestätigung: "Dass der Weg stimmt und dass man auf diesem Weg für richtig gemacht hat. Und das ist auch das Schönste für mich, live zu spielen, vor Menschen, direkt im Austausch zu sein."
Der Weg dorthin war allerdings kein gerader. Zweifel gab es immer wieder. "Ja, die hat es öfter gegeben. Also ich hab schon den Plan B und den Plan C im Hinterkopf gehabt", gibt er ehrlich zu. Jahrelang probieren, während andere längst fix im Berufsleben stehen, das sei fordernd gewesen. Umso klarer heute sein Fazit: "Aber ich habe Gott sei Dank mich immer dafür entschieden durchzuhalten und das hat sich ausgezahlt, ja. Das hat sich auf jeden Fall ausgezahlt."
Zum Abschluss noch ein Blick auf den Eurovision Song Contest. Mitmachen? Für ihn eher nicht. "Ich glaube, das Mitmachen ist kein Thema für mich. Einfach aus dem Grund, weil das viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde, für Dinge, die ich dann nicht mehr machen kann, die ich aber wahnsinnig gern mache." Einen Song beisteuern könnte er sich aber vorstellen. "Ich verfolge es gern. Ich kann mir vorstellen, da mitzuwirken, aber nicht als RIAN auf der Bühne."