Seit letzter Woche ist klar: Der 19-jährige COSMÓ wird Österreich beim "Eurovision Song Contest" vertreten. Im ORF-Vorentscheid setzte er sich gegen elf Mitstreiter durch und holte beim Publikum die volle Punktezahl.
Doch statt ungetrübter Freude erlebt der Nachwuchskünstler eine Welle an Hassnachrichten im Netz. Auch die "Heute"-Community zeigt sich gemischter Meinung – der Hass im Internet nimmt allerdings ein Ausmaß, das selbst Branchenkenner fassungslos macht.
Ö3-Legende Eberhard Forcher, langjähriger 'ESC'-Scout des ORF, rechnet in einem neuen Posting mit den Online-Angreifern ab: "Einen 19-jährigen Musiker, der tatsächlich etwas erreicht hat, von dem andere nur träumen können, so dermaßen unflätig niederzumachen, zeigt nur: Es wird tatsächlich immer schlimmer."
"Von der Wohnzimmer-Couch aus und im Schutz der Anonymität wird auf alles und jeden hingeprügelt. Und es trifft oft auch genau die, die diesen Hass am allerwenigsten verdient haben", kann er nicht verstehen.
"Dieses Niedermachen unserer Songcontest-Acts hat ja eine lange Tradition hier in Österreich... ich war 10 Jahre lang jedes Mal aufs neue damit konfrontiert, aber so schlimm wie heuer war's noch nie", ist Forcher schockiert.
Sein Appell an den jungen Sieger ist klar und kämpferisch: "Man hat auch Conchita und JJ erst einmal mit Häme und Hass überschüttet... beide haben die richtige Antwort gegeben. Und jetzt, lieber Cosmo, zeig den Hatern musikalisch den Mittelfinger. Der Song hat durchaus ESC- und Hit-Potential. Ich drück alle Daumen."