Auslöser für die nunmehrige von der Bezirkshauptmannschaft Tulln Sperre sind Cyanobakterientoxine, welche auch als "Blaualge" bekannt sind. Sie sollen sich bei hohen Wassertemperaturen und Nährstoffgehalten besonders rasch vermehren.
Diese Voraussetzungen dürften wohl aktuell im "Altarm Gschirrwasser" beim Strandbad von Klosterneuburg herrschen. Eine Wasserkontrolle von Mitte Mai würde jedenfalls auf eine mögliche Massenentwicklung hindeuten, die eine Gefahr darstellen könnte, berichtet "NÖN".
Demnach würden die erhöhten Parameterwerte von Oxidierbarkeit, Phosphor und Chlorophyll-a nicht den Badewasser-Anforderungen entsprechen. Eine Gefährdung der Gesundheit könne nicht ausgeschlossen werden.
Bei Menschen führen die durch Cyanobakterien gebildeten Toxine beim Verschlucken größerer Wassermengen zu Übelkeit, Fieber, Erbrechen, Durchfall, Hautausschläge, Kollaps oder Lähmungserscheinungen. Auch Hautreizungen, Entzündungen oder allergische Reaktionen seien möglich. In schweren Fällen kann es auch zu Magen-Darm-Entzündungen, Atemwegserkrankungen und Leberschäden kommen.
Noch gefährlicher sind die "Blaualgen"aber für Hunde. Sollten sie sich Algenfladen aus dem Fell lecken oder das verrottende Algenmaterial am Ufer fressen, könne dies tödlich enden.
Seitens der Stadtgemeinde Klosterneuburg wurde jedenfalls eine Kontrolluntersuchung in Auftrag gegeben. Bis die Ergebnisse dieser vorliegen, ist das Baden im Altarm weiterhin verboten. Die Schwimmbeckenanlage des Strandbades sei von dem Blaualgenbefall nicht betroffen.