Kurioser Vorfall

Ungebetener Gast – Bär durchwühlt Familien-Küche

In Nordjapan dringen Bären immer häufiger in Häuser ein. Fachleute warnen vor steigenden Risiken und suchen nach Ursachen für die Zunahme.
Newsdesk Heute
15.07.2026, 10:51
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Ein ziemlich ungebetener Gast hat in Nordjapan für Aufregung gesorgt: Eine Familie hat die Polizei gerufen, weil ein Bär in die Küche eingedrungen ist, den Kühlschrank aufgemacht und den Inhalt überall verstreut hat. Laut einem Polizisten, der am Mittwoch mit der Nachrichtenagentur AFP gesprochen hat, zeigen Spuren, dass das Tier "durch eine Hintertür neben der Küche wieder hinausgelangt ist". Danach hat der Bär vor dem Haus in einer Tonne mit Lebensmittelabfällen nach Futter gesucht.

Passiert ist das Ganze am Montagabend in Shizukuishi, Präfektur Iwate. In den letzten Tagen haben laut Polizei dort mindestens vier weitere Haushalte Bärenbesuch gemeldet.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

In Japan werden Bären in letzter Zeit immer öfter zum Problem, weil sie sich in besiedeltes Gebiet wagen. Seit 1. April hat es laut offiziellen Zahlen mindestens fünf Todesopfer durch Bärenangriffe gegeben, alle in der nördlichen Region Tohoku. Die Medien im Land berichten regelmäßig von Bärensichtungen in Einkaufszentren, Parks oder sogar bei Schulen.

In Japan gibt es zwei Bärenarten: Den asiatischen Schwarzbären, auch Kragenbär genannt, und den größeren Braunbären. Fachleute sagen, dass die Zunahme der Angriffe auf die wachsende Bärenpopulation und die Entvölkerung am Land zurückzuführen ist. Außerdem gab es im Vorjahr in den japanischen Wäldern nur wenige Eicheln, deswegen suchen die Bären jetzt woanders nach Futter.

Die Behörden raten in den betroffenen Gebieten dazu, nicht allein in die Berge zu gehen, beim Wandern ein Glöckerl am Rucksack zu haben und Bären-Abwehrspray mitzunehmen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 15.07.2026, 10:51
Jetzt E-Paper lesen