Angriff bei Ticket-Kontrolle

Bahnmitarbeiter stürzt aus Zug – Details schockieren

Ein 36-Jähriger soll einen DB-Sicherheitsmitarbeiter aus einem fahrenden Zug gestoßen haben. Trotz Vorstrafen muss er nicht in U-Haft.
André Wilding
18.07.2026, 22:00
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Nach der brutalen Attacke auf einen DB-Sicherheitsmitarbeiter in einem Regionalzug hat das Amtsgericht Karlsruhe die Untersuchungshaft gegen den tatverdächtigen 36-Jährigen abgelehnt. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Karlsruhe. Der Deutsche wurde aus dem Gewahrsam entlassen.

Die Staatsanwaltschaft hatte laut BILD einen Haftbefehl wegen Körperverletzung beantragt. Nach ihren Angaben ist der Mann einschlägig vorbestraft und bereits mehrfach wegen Gewaltdelikten in Erscheinung getreten. Zudem stand er zum Zeitpunkt des Vorfalls unter Bewährung. Dennoch folgte das Gericht dem Antrag der Ermittler nicht.

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Kein Fahrschein

Inzwischen wurden auch weitere Einzelheiten zur Tat bekannt. Demnach wurde der 36-Jährige am Freitag gegen 19.30 Uhr im Regionalexpress 15917 kontrolliert. Weil er keinen Fahrschein vorweisen konnte und sich weigerte, seine Personalien bekanntzugeben, wurden zwei Mitarbeiter der DB-Sicherheit hinzugezogen, heißt es im Bericht der Boulevardzeitung.

Laut Staatsanwaltschaft verhielt sich der Mann äußerst aggressiv. Er habe sich geweigert, den Zug zu verlassen, und soll schließlich auf die beiden Sicherheitsmitarbeiter mit den Fäusten eingeschlagen haben. Während des Gerangels prallten die Männer gegen eine Zugtür, die dabei unbemerkt beschädigt worden sein soll.

Als alle drei Beteiligten zu Boden gingen und die Sicherheitsmitarbeiter den 36-Jährigen wieder aufrichten wollten, soll dieser laut BILD heftig nach ihnen getreten haben. Der 26-jährige DB-Mitarbeiter verlor dadurch das Gleichgewicht und wurde gegen die beschädigte Tür geschleudert.

Aus fahrendem Zug gestürzt

Durch einen Spalt zwischen Tür und Boden stürzte er rund 900 Meter vor dem Bahnhof Ettlingen-Bruchhausen aus dem fahrenden Zug - bei einer Geschwindigkeit von etwa 120 km/h. Der 26-Jährige schwebt laut Staatsanwaltschaft weiterhin in kritischem Zustand.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Zur Klärung des Unfallhergangs wurde auch ein technischer Sachverständiger hinzugezogen.

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