Was wie ein Glücksfall aussah, entwickelte sich für zwei tschechische Urlauber zu einem Fall für die Justiz. Die beiden fanden auf der kroatischen Insel Mali Lošinj eine Louis-Vuitton-Tasche mit 45.000 Euro Bargeld und stehen nun unter Verdacht, den Fund unterschlagen zu haben.
Wie das kroatische Nachrichtenportal "Burin" berichtet, befanden sich in der Tasche neben dem Bargeld auch persönliche Gegenstände des Besitzers, darunter ein Portemonnaie sowie Dinge seiner Kinder. Die Urlauber sollen die Tasche jedoch nicht abgegeben haben.
Im Zuge einer Polizeikontrolle wurden die beiden Touristen überprüft. Nach Angaben fehlten zu diesem Zeitpunkt bereits rund 6.100 Euro aus dem ursprünglich gefundenen Geldbetrag. Zudem sollen die Beamten weitere 300 Euro in anderen Geldbörsen entdeckt haben.
Gegen die beiden wurde daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Unterschlagung eingeleitet. Ein Richter ordnete Untersuchungshaft an, da wegen ihrer ausländischen Staatsangehörigkeit Fluchtgefahr angenommen wurde.
Die beiden Beschuldigten erklärten, sie hätten die Tasche zufällig bei einem Spaziergang entdeckt. Das fehlende Geld hätten sie jedoch nicht an sich genommen. Nach eigenen Angaben arbeiten beide als Techniker und verdienen jeweils rund 2.000 Euro im Monat.
Damit sie bis zum Abschluss des Verfahrens in ihre Heimat zurückkehren dürfen, setzte das Gericht laut "Burin" eine Kaution von 3.200 Euro pro Person fest. Insgesamt müssen die beiden somit 6.400 Euro hinterlegen – und damit mehr, als nach Angaben der Ermittler aus der gefundenen Tasche weiterhin fehlt.