Klare Worte statt Diplomatie: Miroslav Škoro hat in einem Podcast kein Blatt vor den Mund genommen und dabei gleich mehrere Themen aus der Musikszene angesprochen.
Besonders offen sprach er über sein Verhältnis zu Marko Perković Thompson. Auf die Frage nach dem aktuellen Kontakt gab er knapp zu: Man habe sich lange nicht gehört und wenn, dann nicht aus eigener Initiative. Ob es Spannungen gebe? Möglich, so Škoro, aber das müsse man eher seinen Kollegen fragen.
Gleichzeitig fand er auch anerkennende Worte für Thompsons Erfolg und seine Konzerte, die regelmäßig zehntausende Fans anziehen. Unterm Strich sei das, was er erreicht habe, "beeindruckend" – unabhängig davon, wie man zu ihm stehe.
Richtig deutlich wurde Škoro aber bei einem anderen Thema: Nachwuchskünstler und Social-Media-Hype. In typischer Direktheit kommentierte er den Trend, mit Cover-Songs große Bühnen zu füllen und formulierte es so pointiert wie provokant: Wer wolle, solle sich einfach ein Foto auf eine Laterne kleben und ein Konzert ankündigen. Wenn Leute kommen, gut. Wenn nicht, müsse man eben auch andere Jobs machen können.
Gleichzeitig zeigte er sich aber nicht grundsätzlich kritisch. Den Erfolg jüngerer Acts bezeichnete er als Mischung aus Timing und Glück und betonte, dass es völlig legitim sei, mit Covers zu arbeiten.
Trotz aller klaren Worte ist das Verhältnis zur Szene nicht rein distanziert: Erst im März stand Škoro gemeinsam mit Newcomer Jakov Jozinović auf der Bühne in Osijek und performte seinen Klassiker "Juliška".