Park Güell

Barcelona versteckt Buslinie vor Touristen

Nach Protesten soll die Buslinie, die zu einem beliebten Touristenziel führt, vorrangig nur noch der einheimischen Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Heute Life
Barcelona versteckt Buslinie vor Touristen
Der letzte Teil der Route des Busses 116 scheint bei der Google-Suche nicht mehr auf.
TMB

Es ist eine der beliebtesten Touristen-Attraktionen Barcelonas und zieht täglich bis zu 10.000 Besucher an: der Park Güell des berühmten Architekten Antoni Gaudí liegt etwas erhöht über der spanischen Metropole. Leicht erreichbar ist die bunte Anlage im Stadtteil La Salud mit der Buslinie 116.

Zumindest war dies bisher so, denn jetzt ist die ÖPNV-Strecke von der Google- und Apple-Karte verschwunden. Eine Maßnahme, die nach Protesten von Anwohnerinnen und Anwohnern auf Druck der Stadtverwaltung umgesetzt wurde.

Kein Platz für Anwohner

Aufgrund der schmalen Gassen in dem Gebiet verkehren auf der Strecke nur kleine Busse mit einer maximalen Passagierzahl von 25 Personen. Aufgrund der vielen Touristen hätten die Anwohner nicht mehr selbst damit fahren können - obwohl gerade ältere Personen auf die Verbindung angewiesen seien, schreibt "Catalan News".

Beim Routing zum Park Güell empfiehlt Google nun, auf den letzten Metern zu Fuß zu gehen.

Obwohl die Haltestellen selbst noch eingetragen sind, bei der Suche einer öffentlichen Verkehrsverbindung jedoch nicht mehr berücksichtigt werden, zeige die Maßnahme bereits Wirkung. Die Zahl der Fahrgäste sei deutlich zurückgegangen, so die stellvertretenden Bürgermeisterin Laia Bonet gegenüber dem Medienhaus.

Auf den Punkt gebracht

  • Die Buslinie 116, die zum beliebten Touristenziel Park Güell in Barcelona führt, soll aufgrund von Protesten vorrangig der einheimischen Bevölkerung zur Verfügung stehen
  • Die Maßnahme wurde auf Druck der Stadtverwaltung umgesetzt, da die schmalen Straßen im Gebiet nur kleine Busse mit maximal 25 Passagieren zulassen und die Anwohner nicht mehr selbst damit fahren konnten
  • Die Zahl der Fahrgäste ist bereits deutlich zurückgegangen
red
Akt.