Onur C. (26) wurde Samstagnacht (7.10) unfreiwillig zum Helden. Der Wiener beobachtete, wie ein Mann (36) bedrohlich vor dem Schanigarten des "Kramladen" am Lerchenfelder Gürtel (Wien-Ottakring) auf die Gäste starrte. "Er war im Jogger und hat die Leute schief angeschaut", so der Wiener. "Er war nicht in dem Club drinnen, hat draußen nur auf einen Grund gewartet, um Ärger zu machen." Ein solcher war anscheinend schnell gefunden. Der Mann sprühte plötzlich wahllos Pfefferspray auf die Nachtschwärmer in dem Gastgarten – wir berichteten.
Onur C. reagierte sofort. "Ich habe Zivilcourage gezeigt und ihm einen Tritt gegeben." Der Verdächtige lief davon, der kurdisch-stämmige Wiener und ein Afghane (25) verfolgten ihn. Nur wenige Meter entfernt kam es in der Nähe der U6-Station Josefstädter Straße dann gegen 4.30 Uhr zum blutigen Showdown.
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"Wir waren zu zweit, der Kollege hat ihn festgehalten. Ich habe eine Ladung Pfefferspray abbekommen. Leider habe ich nicht gesehen, dass er da schon ein Messer draußen hatte." Der Verdächtige versetzte Onur C. einen Bauchstich. Sein Partner erlitt einen Stich in die Brust. Trotz der blutenden Wunde gab Onur C. nicht auf, suchte den Gürtel nach dem Messerstecher ab. Vier Polizisten nahmen den gebürtigen Tunesier wenig später fest, fanden auch Drogen bei ihm.
Die beiden Verletzten wurden von der Berufsrettung versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Onur C. wurde operiert. "Es geht mit den Umständen entsprechend", erzählt er. "Der Stich hat die Niere knapp verfehlt, ich wurde genau untersucht und muss noch im Spital bleiben."
Sein heldenhafter Einsatz blieb unbezahlt – und endete sogar noch mit einem Minus im Börserl. "Ich habe 830 Euro in meiner Geldbörse gehabt. Nach der Operation war das Bargeld weg." Onur C. erstattete Anzeige wegen Diebstahls – diese liegt "Heute" vor. Einen Verdacht gibt es laut Polizei derzeit nicht. Gute Nachricht: Der Verletzte soll noch diese Woche aus der Klinik Donaustadt entlassen werden. Der verdächtige Tunesier ist im Gefängnis, er schweigt zu den Vorwürfen. Die Ermittlungen laufen!