Bauer (26) füttert Tiere, dennoch verhungern 13 Rinder

Der angeklagte Jungbauer
Der angeklagte Jungbauerprivat
Ein junger Landwirt war mit dem Hof seines kranken Vaters überfordert, fütterte die Tiere zwar, aber diese kamen durch Unrat nicht zur Futterquelle.

Rund ein halbes Jahr lang musste ein 26-jähriger Niederösterreicher seinen kranken Vater vertreten - und die Schuhe bzw. Gummistiefel seines Vaters waren dem Jungbauer viel zu groß. 

Nur eine Kuh überlebte

Er kümmerte sich so gut es ging um die Landwirtschaft, fütterte auch die vierzehn Rinder. Nur: Mit dem Ausmisten kam der junge Landwirt nicht nach. Somit türmte sich im Stall der Dreck und Unrat. Schließlich waren die 14 angebundenen Rinder nicht mehr in der Lage, überhaupt zum Futter bzw. Wasser zu gelangen. 

13 Tiere verendeten qualvoll, eine einzige Kuh wurde in einem dramatischen Allgemeinzustand noch lebend am Hof in NÖ vorgefunden. 

Bedingte Haft und Geldstrafe

Beim Prozess wegen Tierquälerei am Mittwoch am Landesgericht Sankt Pölten zeigte sich der Jungbauer geständig. "Ich war überfordert", gestand der Angeklagte. Aus Scham als unfähig zu gelten, habe er nicht um Rat gefragt bzw. um Hilfe gebeten.

Das Urteil: Sechs Monate bedingte Haft plus 920 Euro unbedingte Geldstrafe für den 26-Jährigen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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