Baumgartner: "Rivalität zu Rapid spürt man überall"

Bild: GEPA pictures/ Philipp Brem
Die Wiener Austria geht mit Neo-Coach Gerald Baumgartner in die neue Bundesliga-Saison. In einem Jahr ohne internationale Beteiligung soll es für die "Veilchen" in der Meisterschaft rund laufen. Im Gespräch mit "Heute.at" spricht der 49-Jährige über über seine Fußball-Philosophie, die langwierige Suche nach einem Hosiner-Ersatz und die Rivalität zu Rapid.
. In einem Jahr ohne internationale Beteiligung soll es für die "Veilchen" in der Meisterschaft rund laufen. Im Gespräch mit "Heute.at" spricht der 49-Jährige über über seine Fußball-Philosophie, die langwierige Suche nach einem Hosiner-Ersatz und die Rivalität zu Rapid.

Heute.at: Herr Baumgartner, wie zufrieden sind Sie mit der Vorbereitung, die nun so gut wie abgeschlossen ist?

Gerald Baumgartner: "Wir sind gut auf dem Weg. Die Spieler haben alle gut mitgezogen. Wie weit die Spieler dann von der Qualität sind, werden erst die ersten Spiele in der Liga zeigen."

Mit dem hat es für Sie einen guten Einstand gegeben. Können Sie darauf aufbauen?

"Aufgrund des Ergebnisses und aufgrund der Spielweise kann man zufrieden sein als Trainer. Wir haben viele Dinge umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben, was nicht immer so einfach war. Die Vienna hat sich vor allem am Anfang gut gewehrt, war sehr organisiert, ist tief gestanden. Da war es nicht so einfach, durchzukommen. Dennoch haben wir viele Torchancen kreiert, sechs Tore geschossen. Das war von der Offensivleistung schon recht gut. Auch defensiv sind wir teilweise recht gut gestanden, haben aber vielleicht noch die eine oder andere Torchance zu viel zugelassen. Daran werden wir arben. Wir wollen Woche für Woche besser werden."

Martin Harrer hat im Sturm begonnen - und getroffen. Hat er sich für die Stürmerposition empfohlen?

"Er ist ein Stürmer. Er ist aus Altach zurückgekehrt, hat die Ausbildung hier gemacht. Er ist ein Top-Spieler. Jetzt mit 22 Jahren sollte er es bei einem Top-Klub in Österreich probieren. Er hat sich gut eingefügt, hat das wichtige 1:0 geschossen, das sollte ihm Selbstvertrauen geben. Ich hoffe, wir werden mit ihm noch viel Freude haben."

Aber planen Sie mit Harrer im Sturm? Zuerst haben Sie ihn eher als Mittelfeldspieler gesehen. 

"Er hat in Altach auch zentral hinter den Spitzen gespielt, hat auf der Außenbahn gespielt. Somit ist er universell einsetzbar und kann ein wertvoller Spieler für uns werden."

Ist Tamas Priskin eine Alternative im Sturm? Wie fieberhaft sucht die Austria nach einem -Ersatz?

"Wir haben den Tamas jetzt seit einer Woche bei uns im Training. Er macht einen guten Eindruck. Er ist ungarischer Nationalspieler. Und er ist, glaube ich, von seinem Charakter ein sehr guter Spieler für eine Fußball-Profimannschaft. Er weiß, um was es geht, er ist sehr fokussiert. Wir sind aber weiterhin auf der Suche, wollen die große Lücke, die Philipp Hosiner hinterlassen hat, befüllen."

Man hört vom Israeli Omer Damari. Ist da etwas dran?

"Es gibt natürlich mögliche Kandidaten. Wir haben den Fokus auf einigen Spielern und wollen im Vorfeld jetzt nichts dazu sagen. Das wäre unfair und unprofessionell. Wir sind auf der Suche nach einem adäquaten Spieler, der Philipp Hosiner ersetzen kann. Und da wollen wir natürlich nichts falsch machen."

Sie stehen mit Ihrem Spielstil für Offensivpressing. Das erfordert körperliche Fitness. Wie fit ist die Austria nach der langen, harten Vorbereitung?

"Wir haben viel trainiert. Die Jungs haben 100-prozentig mitgezogen. Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen, aber wir arbeiten Woche für Woche. Und es sieht dann auch jede Woche schon besser aus."

Die Austria steht für technisch feinen Fußball. Lässt sich das mit Ihrer Fußballphilosophie verbinden?

"Naja, der technisch feine Fußball. Wenn er erfolgreich ist, dann würde jeder Trainer einen technisch hochwertigen Fußball spielen. Aber das ist kein Wunschkonzert. Wir müssen auch aggressiv sein, Zweikämpfe gewinnen, hinten dicht machen und da gehört es dann auch einmal dazu, die Ärmel hochzukrempeln, wenn es nicht so läuft. Aber Spielerisch kann natürlich die Austria mit ihren Spielertypen guten Fußball spielen. Und das wollen wir auch."

Als gebürtiger Salzburger. Wie sehen Sie die Rivalität zwischen Austria und Rapid. Wie spüren Sie die Rivalität zwischen diesen beiden Klubs?

"Natürlich spürt man das an allen Ecken und Enden. Für mich jetzt zwar noch nicht so, weil wir mit unserem Konkurrenten aus Wien noch nicht so viel zu tun hatten. Aber wenn das Derby dann ansteht, wollen wir uns gut vorbereiten und es auch unbedingt gewinnen."

Markus Weber

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