Bayern-Boss Rummenigge tritt gegen David Alaba nach

Karl-Heinz Rummenigge, David Alaba
Karl-Heinz Rummenigge, David AlabaImago Images
David Alaba verließ die Bayern in Richtung Real Madrid. Klubboss Karl-Heinz Rummenigge kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen.

13 Jahre stand der ÖFB-Star bei den Bayern unter Vertrag. Doch nun erfolgte die Trennung. Nach monatelangen Verhandlungen, in denen vor allem die Gehaltsfrage eine Rolle spielte, zog Alaba den Wechsel zu Real einem Verbleib bei den Bayern vor. Alaba soll 20 Millionen Euro Jahresgehalt verlangt haben, für die Bayern zu hoch. Bei den Spaniern verdient er jetzt 22 Millionen Euro brutto pro Jahr.

Bayern-Boss Rummenigge kann sich im Interview mit dem "kicker" einen Seitenhieb auf Alaba offenbar nicht verkneifen. Im Hinblick auf Spielergehälter meint er: "Ich glaube, sehr wenige Menschen haben in dieser existenziellen Krise Verständnis, wenn ein Fußballprofi schon 15 Millionen im Jahr verdient und dann mit 19,5 Millionen nicht zufrieden ist." Auf die Nachfrage, ob er damit Alaba meint, will er sich nicht konkreter äußern.

Doch Rummenigge ergänzt: "Wir müssen generell eine Balance finden zwischen der Basis und der wirtschaftlichen Komponente, dürfen den Fußballfan nicht vergessen, nur weil er jetzt ein Jahr nicht im Stadion war. Fußball hatte immer ein verbindendes Element."

Die Kritik des Vorstands-Bosses, der im Sommer von seinem Amt zurücktritt, könnte auch auf das (vorerst gescheiterte) Projekt Super League abziehen. Er meint: "Die Frage ist ja: Steuern wir das Schiff nicht schon lange in einen Orkan, den wir nicht mehr kontrollieren können? Die südeuropäischen Klubs funken jetzt schon SOS. Sicher, es gab Zeiten, da hatte die ganze Welt nur das Schneller-Höher-Weiter im Blick. Der Turbokapitalismus im Fußball macht auch mir zwischenzeitlich große Sorgen, denn er lässt die Fans zu sehr außer Acht."

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