Der Tod von Alex Manninger erschüttert die Fußballwelt. Besonders tief sitzt der Schmerz bei jenen, die ihn seit seiner Jugend kannten – allen voran Bayerns Sportdirektor Christoph Freund.
Die beiden verband weit mehr als nur der Fußball. Schon im Nachwuchs bei Austria Salzburg standen sie gemeinsam am Platz, entwickelten sich Seite an Seite und teilten sogar eine Leidenschaft: das Tischlern. Freund erinnert sich an einen Weggefährten, der nie vergaß, woher er kam.
"Den Sprung vom beschaulichen Salzburg in die große Fußballwelt, er hat es geschafft! Für uns war Alex immer ein Held und blieb stets einer von uns. Er war auch charakterlich einzigartig", sagt Freund über seinen langjährigen Freund gegenüber der "Krone".
Die enge Verbindung ging über die beiden hinaus. Manninger war Teil einer eingeschworenen Clique rund um Gerhard Struber, Robert Ibertsberger und Manfred Pamminger. Allesamt Jahrgang 1977, gemeinsam groß geworden im Salzburger Fußball. Der Schock sitzt tief. "Es ist nicht in Worte zu fassen, was da Donnerstag Furchtbares passiert ist", so Freund weiter.
Der tragische Unfall ereignete sich Donnerstagfrüh in Nußdorf am Haunsberg im Flachgau. Gegen 8.40 Uhr wurde Manningers VW-Minivan an einem unbeschrankten Bahnübergang von einer Lokalbahn erfasst und mehrere Meter mitgeschleift. Ersthelfer waren rasch zur Stelle und versuchten, den ehemaligen Teamtorhüter zu reanimieren – jedoch ohne Erfolg. Manninger verstarb noch an der Unfallstelle, er wurde 48 Jahre alt.
Vieles deutet darauf hin, dass er auf dem Weg zu seinem großen Hobby war. Die Straße führt zu abgelegenen Fischerteichen, Angeln zählte zu seinen großen Leidenschaften.
Die Polizei ermittelt derzeit die genaue Ursache des Unglücks. Eine Obduktion soll klären, ob ein möglicher medizinischer Notfall zum Unfall führte. Auch Fahrzeugdaten könnten entscheidende Hinweise liefern. Geschwindigkeit, Lenkbewegungen und Pedalstellungen werden nun ausgewertet. Eine wichtige Rolle spielt zudem der Lokführer, der den Zusammenstoß miterlebte. Er steht jedoch unter Schock und konnte bisher noch nicht befragt werden. Insgesamt befanden sich 25 Passagiere im Zug, sie blieben unverletzt.
Die Anteilnahme ist enorm. Besonders die Worte von Christoph Freund zeigen, wie groß der Verlust wirklich ist – nicht nur für den Fußball, sondern vor allem für jene, die ihn ein Leben lang begleitet haben.