Der britische Rundfunksender BBC baut im Rahmen seines Sparprogramms bis März 2027 rund 550 Jobs ab. Wie am Mittwoch aus einem Schreiben vom neuen Generaldirektor Matt Brittin an die Mitarbeiter bekannt wurde, wird es dabei auch Kündigungen geben. Auch Sendungen werden gestrichen, etwa bei den Programmen für Schottland, Wales und Nordirland.
Mit dem Jobabbau will die BBC eigenen Angaben nach bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres 160 Millionen Pfund (das sind rund 185 Millionen Euro) einsparen. Das erfordere "schwierige Entscheidungen", schrieb der ehemalige Google-Manager Brittin, der seit Mai BBC-Chef ist. Die Einsparungen betreffen "alle Bereiche".
Bereits im April hatte die BBC angekündigt, in den kommenden Jahren 1.800 bis 2.000 Jobs zu streichen – das sind fast zehn Prozent der gesamten Belegschaft. Der Sender plant, in den nächsten zwei Jahren 500 Millionen Pfund zu sparen. Bis jetzt liegen die jährlichen Betriebskosten bei fünf Milliarden Pfund.
Die Probleme der BBC haben sich zuletzt verschärft, weil die Einnahmen aus der Rundfunkgebühr zurückgegangen sind. Wie die gesamte Medienbranche kämpft auch die BBC mit neuen Herausforderungen wie veränderten Sehgewohnheiten und Künstlicher Intelligenz.