Der Krimi um Boris Becker (58) geht in die nächste Runde. Bei einer Veranstaltung in Bad Honnef wurde dem Tennis-Star am 21. Juni die Uhr vom Handgelenk gepfändet - auf Betreiben seiner Ex-Frau Lilly Becker (50), die einen britischen Unterhaltstitel vorgelegt hatte.
Der zuständige Gerichtsvollzieher hat die Uhr mittlerweile einer KI-Prüfung unterzogen - und die war nicht eindeutig. Es gab sowohl Hinweise auf eine echte Uhr als auch auf ein Replikat.
Wie bild.de unter Berufung auf RTL.de berichtet, soll nun ein Sachverständiger klären, ob die Uhr echt ist. Das Ergebnis wird erst in drei bis vier Wochen erwartet.
Doch automatisch wird die Uhr nicht begutachtet. Lilly Becker müsste dafür erst einen Kostenvorschuss zahlen. Was sagt Boris Becker selbst dazu? Sein Anwalt Christian-Oliver Moser erklärte: "Mein Mandant war selbst überrascht darüber, dass es sich bei der Uhr um eine Fälschung handeln könnte. Er hat die Uhr vor vielen Jahren geschenkt bekommen."
Die Uhr habe für Becker vor allem einen ideellen Wert. Er sei auf die Überprüfung durch einen Sachverständigen gespannt. Gleichzeitig wehre sich Becker weiterhin gerichtlich gegen die Vollstreckung.
Hintergrund des Streits sind offene Unterhaltsansprüche aus einem britischen Gerichtsurteil. Bei der Pfändung in Bad Honnef hatte Becker kein Bargeld dabei, weshalb nur die Armbanduhr mit einem geschätzten Wert von rund 6.000 Euro einbehalten wurde.
Boris und Lilly Becker waren von 2005 bis 2018 ein Paar. Sie haben den gemeinsamen Sohn Amadeus (16).