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Bedrohte Kröte blockiert Baustart am Nordbahnhof

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:46

Am Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs sollen insgesamt 10.000 Wohnungen entstehen. Daraus wird jedoch nichts, denn eine bedrohte Krötenart verhindert den Baustart.

Am Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs sollen insgesamt 10.000 Wohnungen entstehen. Daraus wird jedoch nichts, denn eine bedrohte Krötenart verhindert den Start der zweiten Bauphase.

Die Wechselkröte wohnt im Rudolf-Bednar-Park in der Wiener Leopoldstadt niedergelassen. Dort und im sandigen und erdigen Untergrund des unbebauten Nordbahnhofgeländes fühlen sich die Kröten wohl. Und weil das Tier in Österreich streng geschützt ist, wird das zum Problem. Denn auch Menschen wollen zukünftig auf dem Gelände wohnen und dafür muss gebaut werden.

600 Wohnungen warten

Das erste Viertel rund um den Rudolf-Bednar-Park ist bereits fertig, nun verzögert sich die zweite Bauphase, in der weitere 600 Wohnungen entstehen sollten, auf unbestimmte Zeit. Die MA22 wird nun eine Studie zu den Tieren in Auftrag geben und versuchen, neuen Lebensraum zu finden, sagte der Bezirksvorsteher der Leopoldstadt, Karlheinz Hora (SPÖ) zur "Presse".

Neben 10.000 Wohneinheiten sollen am Nordbahnhofgelände nahe des Pratersterns bis 2025 auch 20.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Auch ein Bildungscampus mit 48 Klassen für 0-14-Jährige ist geplant. Eine rumänisch-orthodoxe Kirche soll zum Zentrum des Viertels werden, die auch Platz für ökumenische Räume für alle christlichen Glaubensrichtungen und muslimische Beträume bieten wird.

Ziesel-Problem reloaded?

Ein ähnliches Problem gibt es seit Jahren beim Heeresspital in Floridsdorf. Dort leben bedrohte Ziesel, die Tierschützern und Bürgerinitiativen genug Munition bieten um den Bau von 950 Wohneinheiten seit Jahre zu verhindern.

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