Teures Ärgernis

"Behördenwillkür" – Wiener wütet nach TV-Kontrolle

In Wien-Simmering begleitete ein ATV-Team die Wiener Polizei bei ihrer Arbeit. Ein Autofahrer ist nach einer Verkehrskontrolle fuchsteufelswild.
Community Heute
24.06.2026, 15:06
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Für "Heute"-Leser Michael wurde eine Verkehrskontrollezum teuren Erlebnis. Der Wiener geriet in eine Kontrolle der Landesverkehrsabteilung, diese war mit einem ATV-Team für das Format "Polizei im Einsatz – Tatort Straße" unterwegs.

Michaels Bremslichter waren kaputt, die Kennzeichen schnell weg – und vorerst bleibt er auch noch auf hohen Kosten sitzen. Er fühlt sich gefrotzelt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Michael geriet in TV-Kontrolle – soll Auto reparieren

Bei einer Kontrolle der Landesverkehrsabteilung in Simmering am 13. April wurden am Ford Transit des Wieners defekte Bremslichter entdeckt. Die Beamten nahmen Michaels Transporter die Kennzeichen ab – alles aufgezeichnet von den ATV-Kameras.

Besonders bitter: Ein Polizist soll Michael vor laufender Kamera erklärt haben, er müsse die Lichter reparieren lassen und könne sich die Schilder danach bei der Polizei zurückholen. Gesagt, getan.

Wiener investiert Hunderte Euro in Reparatur – trotzdem kam Strafe

Doch nach der Reparatur kam die böse Überraschung: Laut Polizei führt der Weg nicht über die Inspektion, sondern über die Landesprüfstelle (MA 46). Für den alten Transit von Michael ging es zur Landesprüfstelle, dort gab es für den Transporter kaum Chancen.

Das Resultat: Dem Wiener flatterte eine Strafe über 200 Euro ins Haus. Die Begründung: Die Kontrolle der Bremslichter wäre für ihn zumutbar gewesen. Jetzt reichte es Michael: Laut seinen Aussagen versicherte man ihm bei der Kontrolle, dass er keine zusätzliche Strafe kassieren wird, wenn er das Auto reparieren lassen würde.

„Wenn ich gewusst hätte, dass es so kommt, hätte ich das Auto sofort verkauft und mir Hunderte Euro gespart.“
"Heute"-Leser Michaelfühlt sich von der Polizei gefrotzelt

Der Wiener hat inzwischen eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingebracht und seine Zustimmung zur Ausstrahlung der ATV-Aufnahmen widerrufen. "Das ist Behördenwillkür", schimpft der Wiener gegenüber "Heute". Nun hofft er auf Aufklärung.

Polizei prüft Fall

Auf Anfrage von "Heute" erklärt die Pressestelle der Wiener Polizei, dass der Sachverhalt bereits bekannt sei und die Umstände derzeit umfassend überprüft werden. Nach einer sorgfältigen Überprüfung des Falles werde Michael zeitnah benachrichtigt werden. Das letzte Wort in der Causa ist also noch nicht gesprochen.

Jetzt Leserreporter werden.

Für jedes Foto in "Heute" oder jedes Video auf "Heute.at" gibt es 50 Euro.So geht's

Die beliebte neue Polizeidoku von ATV begleitet Wiener Polizisten bei realen Verkehrseinsätzen. Die Serie startete Ende März 2026 und zeigt unter anderem Schwerpunktkontrollen, Verfolgungsfahrten und Verkehrssünder im Wiener Stadtgebiet. Diese TV-Kontrolle wird Michael jedenfalls lange nicht vergessen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 24.06.2026, 15:06
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen