Schockierende Studie

Bei diesem Job sterben pro Jahr 100.000 Menschen

Weltweit sterben jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen im Fischereisektor. Illegale Fischerei spielt dabei eine zentrale Rolle.
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04.02.2026, 09:36
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Fischen zählt zu den gefährlichsten Berufen der Welt – und ist noch tödlicher als bisher angenommen. Laut einer Studie der FISH Safety Foundation (FSF) sterben jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen im globalen Fischereibetrieb. Das bedeutet: Fast 300 Fischer verlieren täglich ihr Leben. Die Untersuchung (vor zwei Jahren erstellt, aber immer noch aktuell) zeigt deutlich höhere Zahlen als frühere Schätzungen.

Besonders betroffen sind Fischer mit niedrigem Einkommen. Dazu zählen auch Kinder, die zur Arbeit gezwungen werden. Hauptgründe für die hohe Zahl an Todesopfern sind gefährliche Arbeitsbedingungen und unsichere Boote.

Die FSF nennt mehrere Faktoren, die zur hohen Sterblichkeit beitragen: Armut, geopolitische Konflikte, Überfischung, illegale, nicht gemeldete und unregulierte Fischerei (IUU) sowie der Klimawandel. Vor allem illegale Fischerei spielt eine große Rolle. Illegale industrielle Betreiber sparen an der Sicherheit, ignorieren Vorschriften und tragen gleichzeitig zur Überfischung bei. Das treibt wiederum kleine Fischer an den Rand der Illegalität. Sie brechen Regeln oder arbeiten unter gefährlichen Bedingungen, weil es immer schwieriger wird, Fische zu finden. Der Klimawandel verschärft diese Situation zusätzlich durch die veränderte Verteilung der Fischbestände.

Peter Horn, Projektleiter des internationalen Fischereiprojekts von Pew, sagt dazu:
"Auch wenn die Fischerei von Natur aus riskant sein kann, ist die harte Realität, dass viele dieser Todesfälle vermeidbar waren und sind. Angesichts der Tatsache, dass drei Milliarden Menschen auf Fisch und Meeresfrüchte angewiesen sind und die Nachfrage voraussichtlich steigen wird, sind stärkere Maßnahmen dringend erforderlich, um die Sicherheit der Fischer zu gewährleisten, einschließlich Maßnahmen, die an den tatsächlichen Gründen für diese Todesfälle angreifen."

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