Nicolas Bosshardt soll am Montagabend einen 84-jährigen Fußgänger mit seinem BMW tödlich erfasst haben. Jetzt untersucht die Polizei nicht nur den Unfallhergang – sondern auch aufgrund des Verdachts auf ein illegales Autorennen.
Der tragische Vorfall ereignete sich gegen 21.53 Uhr in São Paulo. Zuvor hatte sich das Talent des FC Sao Paulo gemeinsam mit zwei Teamkollegen in einem Einkaufszentrum aufgehalten. Anschließend machten sich die drei mit ihren Autos auf den Heimweg.
Kurz darauf wurde der 84-jährige Pensionist beim Überqueren einer Straße von Bosshardts Fahrzeug erfasst. Laut den Anwälten des Fußballers leistete der Linksverteidiger sofort Erste Hilfe und verständigte den Rettungsdienst. Für den Mann kam jedoch jede Hilfe zu spät – er starb noch an der Unfallstelle.
Brisant: Mehrere Augenzeugen wollen beobachtet haben, dass Bosshardt mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sei. Deshalb prüfen die Ermittler nun auch, ob sich der Profi gemeinsam mit seinen Teamkollegen ein verbotenes Straßenrennen geliefert haben könnte.
Bosshardt weist die Vorwürfe zurück. Nach eigenen Angaben war er mit rund 50 km/h unterwegs und versuchte noch, dem Fußgänger auszuweichen.
Nach einer richterlichen Anhörung kam der 19-Jährige vorerst wieder auf freien Fuß. Allerdings muss er sich regelmäßig bei Gericht melden, darf seinen Wohnort nicht länger als acht Tage verlassen und musste seinen Führerschein abgeben. Die zuständige Richterin erklärte zudem, es gebe ausreichend Hinweise, die eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung rechtfertigen könnten. Die Ermittlungen dauern an.