Seit einem Monat ist "Finn" nun bei der Tierschutzorganisation Pfotenhilfe in Lochen am See (Bezirk Braunau). Dort geht es ihm jetzt wieder besser.
So war das im Leben des 2020 geborenen Rüden aber nicht immer. Anfang April wurde er von seinen Vorbesitzern verletzt einfach bei der Pfotenhilfe abgegeben. Der Grund: "Die Halter wollten ihn nicht mehr. Sie hätten sich das Zusammenleben mit einem Hund anders vorgestellt", erklärt Chefin Johanna Stadler gegenüber "Heute".
Da "Finn" stark humpelte, brachten ihn Stadler und ihre Mitarbeiter sofort zum Tierarzt. Der Mediziner stellte dann fest, dass der Rüde einen alten Bruch am Hinterbein hatte, der schlecht verheilt war.
Der Vierbeiner habe seitdem unter starken Schmerzen gelitten. Bald war die Entscheidung deshalb getroffen: "Finn" musste operiert werden.
Die Pfotenhilfe Lochen als unabhängiger Verein hilft Haus- und Heimtieren in Not und bietet ihnen ein dauerhaftes, sicheres Zuhause, in dem sie Tier sein können und optimal versorgt werden.
Wenn es möglich ist, ein fürsorgliches und bleibendes Umfeld bei privaten Haltern zu finden, werden aufgenommene Tiere, deren gesundheitliche Verfassung es erlaubt, wieder vermittelt.
Die Bedürfnisse der betreuten Arten werden wissenschaftlich fundiert veranschaulicht. Durch die Förderung eines informierten, bewussten und respektvollen Umgangs mit Tieren kann die Beziehung zwischen Mensch und Tier nachhaltig verbessert werden.
Spendenkonto:
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Quelle: Pfotenhilfe Lochen
Beim Tierarzt bekomme man zwar einen Spezialpreis, die Kosten beliefen sich inklusive Röntgen und Operation dennoch auf 1.320 Euro – Ausgaben, auf denen die Tierschutz-Organisationen sitzen blieb. "Außerdem sind die Medikamente im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent teurer geworden", beklagt Stadler.
Jetzt müsse sich der Hund noch schonen, er bekomme auch Physiotherapie. Geht es der Fellnase besser, sucht er ein neues Zuhause, "das ihn seine leidvolle Vergangenheit schnell vergessen lässt", hofft die Pfotenhilfe-Chefin.
Die Organisationen bittet nun auch um Hilfe bei der Begleichung der Rechnung.
Immer wieder erlebt die Pfotenhilfe Fälle wie diesen. Rechtliche Folgen hätte sowas aber kaum und wenn, dann nur milde, ist Stadler wütend. Der Strafrahmen für Tierquälerei beträgt nämlich eigentlich zwei Jahre. "Das wird aber nie ausgeschöpft. Tierquälerei wird nicht ernst genommen."
Die Pfotenhilfe-Chefin vermutet dahinter: "Die Gefängnisse sind schon jetzt überfüllt, kommen da noch Leute wegen Tierquälerei rein, wird die Situation noch prekärer."