Die Corona-Lage in Österreich bleibt angespannt. 3.498 Neuinfektionen wurden am Samstag verkündet, knapp ein Drittel davon entfiel auf die Hauptstadt Wien. Innerhalb eines Tages waren die Hälfte der noch verfügbaren Intensivbetten belegt. Die "Osterruhe" beginnt erst am 1. April.
Bürgermeister Michael Ludwig hat bereits im Vorfeld weitere Verschärfungen für Wien in Aussicht gestellt. "Das kann zum einen eine Verlängerung der vorgesehenen Bestimmungen sein, es können aber auch zusätzliche Maßnahmen sein. Es muss uns bewusst sein, dass die Gesundheit der Menschen im Vordergrund zu stehen hat. Die Auslastung der Spitalsbetten, ganz besonders auf den Intensivstationen, ist das wichtigste Kriterium", erklärte der SPÖ-Bürgermeister im "Heute"-Interview.
Bereits sechs Wiener Bezirke haben den dunkelroten Corona-Alarmwert (Inzidenz jenseits von 300) erreicht. Das betrifft Donaustadt, Simmering, Floridsdorf, Brigittenau, Rudolfsheim-Fünfhaus und Favoriten. Der Innere Stadt, Währing oder Döbling stehen im Vergleich viel besser da. Sind für die Hotspot-Bezirke nun schärfere Maßnahmen geplant?
"Nein, die Bezirke in Wien sind so eng miteinander verbunden – das wäre sinnlos", erklärt Ludwig. "Das geht in einem großen Flächenbundesland vielleicht, aber nicht hier, wo Menschen in einem Bezirk wohnen, im nächsten arbeiten und die Freizeit in einem weiteren verbringen. Die Bezirksgrenzen sind oft nur durch eine Straße getrennt. Wir betrachten Wien daher nur gesamt."
Ab einer Inzidenz von 400 soll es auf Empfehlung der Ampel-Kommission verschärfte Maßnahmen geben – etwa Ausreisetests und Distance Learning. Die gute Nachricht: Dieser Extrem-Wert wurde in Wien noch nirgendwo erreicht.