Entscheidung in zwei Wochen

Bekommt Hirscher für Comeback neue Sonderregel?

In den letzten Wochen ist es still geworden um Marcel Hirscher. Nun sprach FIS-Renndirektor Markus Waldner über ein mögliches Comeback.
Sport Heute
15.09.2026, 16:41
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Was macht Marcel Hirscher? Diese Frage beschäftigt den Ski-Zirkus weltweit. Nach seinem im Dezember 2024 erlittenen Kreuzbandriss bestritt der Salzburger, der mittlerweile für die Niederlande an den Start geht, kein Weltcuprennen mehr, ging im gesamten vergangenen Winter nicht mehr an den Start. Der mittlerweile 37-Jährige arbeitet am Comeback. Ob es Hirscher aber noch einmal in den Weltcup schafft, ist offen.

Der achtfache Gesamtweltcupsieger hatte 2019 seine Karriere beendet, um fünf Jahre später als Skimarken-Besitzer auf die große Skibühne zurückzukehren – für die Niederlande, das Herkunftsland seiner Mutter. Hirscher hatte drei Rennen absolviert und dabei einen 23. Platz herausgefahren, ehe der Kreuzbandriss im Training auf der Reiteralm passierte. Er verpasste seine "Heim-WM" in Saalbach 2025, ging auch im gesamten Winter 2025/26 nicht an den Start, weil er sich nicht bereit gefühlt hatte, auf höchstem Niveau zu fahren.

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Hirscher profitierte von Wildcard-Regelung

Das Comeback 2024 hatte eine neu eingeführte Wildcard-Regelung ermöglicht. Diese gab Hirscher einen Startplatz nach den Top-30 und den 500-Punkte-Fahrern. Eigentlich hätte sich der Salzburger zunächst nämlich über FIS-Rennen die nötige Anzahl an FIS-Punkten erkämpfen müssen – dies ist somit weggefallen.

Allerdings war die Wildcard-Regelung zeitlich auf eine Saison begrenzt, beziehungsweise maximal auf 20 Rennen. Zwar hat Hirscher diese Ausnahmeregelung nur bei drei Starts in Anspruch genommen, nachdem er den gesamten letzten Weltcup-Winter ausgelassen hatte, steht hinter einer Fortführung dieser Regelung ein Fragezeichen.

Neue Sonderregel für Comeback?

Der niederländische Skiverband hatte zuletzt Gespräche geführt. Eine endgültige Entscheidung wird in zwei Wochen fallen, wie FIS-Rennleiter Markus Waldner im "ORF" erklärte. "Es wäre cool, wenn er wieder kommt", sagte der Südtiroler. Und enthüllte dann: "Es sind verschiedene Regelvorschläge diskutiert worden. Vom holländischen Verband ist ein ,milderer' Vorschlag gekommen." Demnach könnte Hirscher nach den Top 40 an den Start gehen, also weiter hinten, als es die Wildcard-Regelung eigentlich zulassen würde – eine Art Kompromiss.

"Momentan ist noch nichts entschieden. Es muss im FIS-Council bei der Herbst-Sitzung in zwei Wochen in Genf definitiv entschieden werden", sagte Waldner. Denkbar sei auch eine Art "Verletztenstatus" für den 37-Jährigen, "weil er hat ja definitiv nur drei Starts benutzt. Theoretisch könnte er noch 17 Mal mit diesem Status fahren", meinte Waldner.

Das Prozedere würde sich dann nicht ändern. Hirscher, beziehungsweise der niederländische Skiverband, müssten jeweils für jedes Rennen einzeln eine Anfrage stellen. "Die definitive Anmeldung ist dann 24 Stunden vorher – wie bei jedem Skirennen", so Waldner. Die neue Weltcup-Saison startet mit dem Riesentorlauf in Sölden am 25. Oktober.

red,Akt. 15.09.2026, 16:45, 15.09.2026, 16:41
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