Im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn kämpfen Hunderte Feuerwehrleute weiterhin gegen die Flammen.
Der massive Waldbrand nahe der deutschen Grenze wurde nach Behördenangaben zwar eingekreist, doch die Lage bleibt kompliziert – an mehreren Stellen ist das Feuer wieder aufgeflammt.
Trotz des weithin wahrnehmbaren Brandgeruchs auf deutscher Seite gibt es eine Entwarnung für die Städteregion Aachen: Die gemessenen Schadstoffkonzentrationen in der Luft liegen alle unterhalb der Grenzwerte für schwere gesundheitliche Auswirkungen.
Das teilt die Städteregion mit, meldet n-tv. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) habe an zahlreichen Orten kontrolliert, etwa bei Kindergärten, Altenheimen und Krankenhäusern. Bei den Messungen sei insbesondere eine erhöhte Feinstaubbelastung registriert worden.
Der Brand ist der größte Waldbrand in Belgien seit dem Jahr 1911. Unter anderem die deutsche Bundeswehr schickte zwei Hubschrauber mit Löschwasserbehältern in das Gebiet. Rund 170 Einsatzkräfte sind vor Ort im Dauereinsatz.
In Monschau in Nordrhein-Westfalen mussten wegen des Brandes zeitweise zwei Straßenzüge mit etwa 30 Bewohnern evakuiert werden. Derzeit befindet sich das Feuer 2,3 Kilometer von der Grenzstadt entfernt. Wie lange der Brand noch anhält, lässt sich nicht sagen – es kann Tage bis Wochen dauern.
Die Behörden empfehlen weiterhin, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Aktivitäten im Freien zu reduzieren. Die Geruchswahrnehmungsschwelle sei bei Brandgasen sehr niedrig, sodass sie früh wahrgenommen werden können, ohne dass gefährliche Konzentrationen erreicht werden. Dennoch sei Brandgeruch nie gesund, mahnte das Landesamt.
Ein Lichtblick ist der Regen, der den Einsatzkräften in die Karten spielt. Im Tagesverlauf soll der Brand unter Kontrolle gebracht werden – wenn möglich mit Unterstützung aus der Luft.