Flammenhölle in Kroatien

Von Urlaubsparadies sind nur Wracks und Ruinen übrig

Waldbrände verwüsten Kroatiens Adriaküste. Mehr als 2.000 Menschen mussten fliehen, mindestens 40 wurden verletzt. Es gibt auch ein Todesopfer.
Newsdesk Heute
15.08.2026, 15:09
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Kroatien kämpft weiter gegen schwere Waldbrände. Während Einheimische und Touristen in mehreren Regionen in Sicherheit gebracht werden mussten, brach am Freitagabend auch auf der Insel Dugi Otok nahe Zadar ein Feuer aus.

Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, wurden 45 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen vom Festland auf die Insel geschickt. Feuerwehrkommandant Matej Rudić sprach von einem Waldbrand in schwierigem Gebiet: "Das Gelände ist ziemlich unwegsam."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Ferienort verwüstet

Besonders dramatisch war die Lage auch an der Adriaküste etwa 20 Kilometer östlich von Split. In und um den Ferienort Lokva Rogoznica bei Omiš breiteten sich die Flammen aus. Mehr als 2.000 Menschen wurden nach Behördenangaben in Sicherheit gebracht. Eine Person starb, mindestens 40 Menschen wurden verletzt. Einige Menschen wurden am Samstag noch vermisst.

Der kroatische Feuerwehrchef Slavko Tucakovic sprach von "einem der schlimmsten Waldbrände in der Geschichte Kroatiens". Seit Donnerstagabend sollen zwischen 900 und 1.000 Hektar Land verwüstet worden sein. Starke Windböen fachten die Flammen immer wieder an. Zunächst brannten Kiefernwälder und Vegetation, dann erreichte das Feuer den Badeort Lokva Rogoznica.

Die Schäden sind massiv. Auf Straßen blieben ausgebrannte Autowracks zurück, von mehreren Häusern standen nur noch Grundmauern. Laut Tucakovic wurden "viele Häuser, Cafés, Restaurants, Autos und an Land liegende Boote" beschädigt.

Mindestens 40 Menschen wurden in ein Krankenhaus in Split gebracht. Unter den Verletzten befinden sich demnach auch zwei Touristen aus Deutschland und Polen. Zehn Schwerverletzte mussten auf der Intensivstation behandelt werden.

Für Evakuierte wurden in umliegenden Orten Sporthallen als Notunterkünfte geöffnet. Rund 300 Menschen, darunter viele Touristen aus Polen, Tschechien und der Slowakei, kamen in einer Sporthalle in Split unter. Auch österreichische Urlauber meldeten sich bei der Botschaft in Zagreb. Das Außenministerium sprach von rund zehn Familien und riet Betroffenen, sich an die österreichischen Vertretungsbehörden vor Ort zu wenden.

In der Nacht auf Freitag standen fast 300 Feuerwehrleute mit 93 Fahrzeugen im Einsatz. Parallel mussten Löschflugzeuge auf die Halbinsel Pelješac verlegt werden, wo ein weiterer Waldbrand ausbrach. Erst am Donnerstag war ein Feuer auf der Insel Brač unter Kontrolle gebracht worden.

Seit Jahresbeginn haben Waldbrände in Kroatien laut Behörden fast 10.000 Hektar Land zerstört – bereits jetzt deutlich mehr als im gesamten Vorjahr.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 16.08.2026, 08:24, 15.08.2026, 15:09