Wer beim Stichwort Inselhopping sofort an Segelboote oder teure Yachten denkt, liegt längst daneben. Kroatiens dichtes Netz aus Fähren und Katamaranen macht das Erkunden der Adria heute auch ohne eigenes Boot möglich – und das so einfach wie nie.
Mehr als 1.200 Inseln, kurze Distanzen und regelmäßige Verbindungen machen das Land gerade für Urlauber aus Österreich zum perfekten Ziel für eine Rundreise übers Meer.
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Vier Routen für jeden Urlaubstyp
Ob Badeurlaub, Naturerlebnis oder Städtetrip: Die Kroatische Zentrale für Tourismus empfiehlt vier Routen, die sich je nach Zeit und Interessen kombinieren lassen.
1
Split – Brač – Hvar
Diese Route ist gut geeignet für alle, die Kroatiens Inselwelt erstmals kennenlernen möchten. In sechs bis acht Tagen lassen sich einige der bekanntesten Inseln Dalmatiens verbinden. Split ist dabei ein zentraler Ausgangspunkt, weil von hier mehrere Inselverbindungen starten. Auf Brač gehören der Strand Zlatni Rat, dessen charakteristische Landzunge zu den bekanntesten Naturmotiven des Landes zählt, sowie die Küstenorte Bol und Supetar mit ihren historischen Gassen zu den wichtigsten Stationen. Weiter auf Hvar erwarten Besucher:innen die historische Altstadt, die Festung Fortica sowie Lavendelfelder und traditionelle Dörfer im Inselinneren.
2
Split – Vis – Korčula – Lastovo
Wer ursprüngliche Landschaften bevorzugt, findet auf dieser Route in sieben bis zwölf Tagen einige der authentischsten Inselstationen Dalmatiens. Die Insel Vis steht mit ihrer abgeschiedenen Lage, Naturbuchten sowie der Stiniva-Bucht für eine weniger dichte Inselatmosphäre als stärker frequentierte Klassiker. Anschließend folgt ein Must-have der Route: Korčula. Die historische Altstadt mit ihren engen Gassen, mittelalterlichen Bauwerken und ihrer langen Seefahrertradition zählt zu den bedeutendsten Kulturräumen der südlichen Adria. Den Abschluss bildet Lastovo, eine der abgelegeneren Inselgruppen Kroatiens, die unter anderem für Natur, Wanderwege und außergewöhnlich klarem Nachthimmel bekannt ist. Diese Route braucht mehr Vorbereitung als die Einsteigerroute über Brač und Hvar. Verbindungen nach Lastovo sind stärker saison- und fahrplanabhängig. Umstiege und Aufenthaltsdauer sollten deshalb vorab geprüft werden.
3
Zadar – Dugi Otok – Kornaten – Šibenik
Die Route führt durch einige der markantesten Naturlandschaften Norddalmatiens und eignet sich besonders für Reisende, die Naturerlebnisse mit Kultur verbinden möchten. Auf Dugi Otok liegen der Naturpark Telašćica mit seinen steilen Klippen und dem Salzsee Mir sowie der Strand Sakarun. Von hier aus bieten sich Ausflüge in den Nationalpark Kornati an. Die aus zahlreichen Inseln, Felsen und Riffen bestehende Inselwelt gilt als eine der charakteristischen Landschaften der Adria. Die Kornaten sind kein klassischer Linienfähr-Stopp wie größere bewohnte Inseln, für diesen Teil der Route sollten organisierte Ausflüge oder lokale Anbieter eingeplant werden. Den Schlusspunkt setzt Šibenik. Die historische Küstenstadt verbindet Altstadt, Hafenlage und Kulturerbe, darunter die UNESCO-geschützte Kathedrale des Heiligen Jakob.
4
Krk – Cres – Lošinj
Besonders für Gäste aus Österreich ist die Route Krk – Cres – Lošinj eine gut erreichbare Option, da die Insel Krk über eine Brücke direkt mit dem Festland verbunden ist und mit dem Auto erreicht werden kann. Auf Krk treffen historische Altstädte, Badebuchten und eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur aufeinander. Cres beeindruckt hingegen mit seiner ursprünglichen Natur. Rund um den Vraner See eröffnen sich vielfältige Wander- und Naturerlebnisse. Zudem gehört die Insel zu den wichtigsten Lebensräumen der seltenen Gänsegeier, die hier regelmäßig beobachtet werden können. Weiter südlich bietet Lošinj Möglichkeiten für Wanderungen, Radtouren und Ausflüge entlang der Küste. Gleichzeitig hat sich die Insel als Destination für Gesundheitsurlaub, Wellness, Erholung und Aktivurlaub etabliert.
Neue Verbindungen erleichtern das Inselhüpfen
Das Angebot wächst weiter. Bereits im Vorjahr wurden zusätzliche Katamaranverbindungen zwischen Split, Hvar, Korčula und Lastovo eingeführt. Für den Sommer 2026 ist außerdem eine neue Linie in der Kvarner Bucht geplant, die mehrere Küstenorte und Inseln miteinander verbindet.
Wer plant, reist entspannter
Die beste Reisezeit liegt zwischen Mai und September, besonders angenehm sind aber der Spätsommer und Frühherbst. Dann ist das Meer noch warm, während sich der große Besucheransturm bereits legt.
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Wichtig bleibt dennoch ein Blick auf die Fahrpläne. Zu den wichtigsten Anbietern zählen Jadrolinija, TP Line und Krilo Kapetan Luka. Viele Verbindungen werden zwar im Sommer ausgebaut, manche Routen verkehren außerhalb der Hauptsaison jedoch seltener. Gerade auf beliebten Strecken empfiehlt sich deshalb eine rechtzeitige Buchung.