"Potenziell tödliche Folgen"

Wie Urlaubsgepäck im Auto nicht zur Gefahr wird

Einfache Tipps, wie Hutablage freihalten oder schwere Gegenstände nach unten packen, die Sicherheit im Urlaub garantieren.
Newsdesk Heute
06.07.2026, 12:20
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Jeder kennt es, das Packen für den Urlaub verdirbt vielen Reisenden oft die Vorfreude: Unzählige Koffer, Taschen, Strandutensilien, Kühltaschen und Proviant werden dann oft unter Stress und Zeitdruck achtlos ins Auto gestopft. Oft wird dann gerne mal auf eine ausreichende Sicherung vergessen.

"Bei einer abrupten Bremsung wird schlecht gesicherte Ladung dann aber schnell gefährlich", warnt ÖAMTC-Techniker Florian Merker. "In Crashtests haben wir gemessen, dass ein falsch gesicherter Koffer von 15 kg bei einem Aufprall mit 50 km/h zu einem 450 kg schweren Geschoss werden kann – mit potenziell tödlichen Folgen."

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Der Mobilitätsclub hat einige Tipps, wie man das Auto für die Urlaubsfahrt am besten und sichersten belädt:

  • Kofferraum richtig beladen: Laut dem Technikexperten, sollte das Schwerste am weitesten unten gepackt werden. Das Gepäck sollte auch nicht über die Rückenlehnen-Oberkante hinausragen und muss fest sitzen. Man kann auch als zusätzliche Sicherheit ein dafür vorgesehenes Netz zwischen Kofferraum und Fahrgastraum montieren, erklärt Merker.
  • Ablage und Rücksitze freihalten: Um zu verhindern, dass bei einer Vollbremsung alle Gegenstände durch das Auto schleudern, sollte die Hutablage unbedingt frei bleiben. Um die Rücksitze möglichst frei zu halten, verstaut man diese am besten im hinteren Fußraum.
  • Reifendruck und Scheinwerfer kontrollieren und optimieren: Bei starker Zuladung muss der Reifendruck angepasst werden – den idealen Druck findet man in der Betriebsanleitung. Auch die Scheinwerfer müssen der Ladung angepasst werden, damit sie nicht den Gegenverkehr blenden.
  • Gesamtgewicht prüfen: Wenn das Fahrzeug voll beladen ist, darf das höchstzulässige Gesamtgewicht nicht überschritten werden. Wie hoch das Gewicht maximal sein darf, steht in der Betriebsanleitung. Wenn die Federung sichtbar 'in die Knie geht', ist die Beladung eindeutig zu schwer.
Auch auf den Rücksitzen muss das Gepäck richtig gesichert werden.
ÖAMTC

Aufpassen bei Fahrrädern

Viele Fahrrad-Fans nehmen das eigene Rad mit in den Urlaub, um vor Ort neue Touren machen zu können. Egal, ob diese mit einem Dach- oder Heckträger transportiert werden, es gilt: Unbedingt sicherstellen, dass alles fest und sicher montiert ist. Besonders bei Dachträgern ist es wichtig, die Fahrweise und Geschwindigkeit an die Dachlast anzupassen, vor allem bei Seitenwind und in Kurven.

"Auch bei Fahrrad-Heckträgern ist Vorsicht geboten, da diese oftmals das hintere Kennzeichen verdecken. In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man bringt eine zusätzliche rote Kennzeichentafel an oder montiert die ursprüngliche, hintere Kfz-Kennzeichentafel um", so Merker. Auch die Beleuchtung des Autos darf nicht verdeckt sein – es sei denn, der Fahrradträger selbst hat eine entsprechende Beleuchtungseinrichtungen.

Wichtig für Italien-Urlauber: Dort müssen nämlich Ladungen, die nach hinten über das Fahrzeugheck hinausgehen, mit einer Warntafel gekennzeichnet werden. Außerdem gut zu wissen: Eine solche Warntafel muss auch dann verwendet werden, wenn der montierte Fahrrad-Heckträger keine Ladung transportiert.

Wenn die nach hinten überstehende Ladung die gesamte Fahrzeugbreite einnimmt, müssen sogar zwei Warntafeln – jeweils links und rechts am seitlichen Ende der Ladung – angebracht werden. Eine solche Warntafel muss aus Metallblech sein, eine Abmessung von mindestens 50 mal 50 Zentimetern haben und rot-weiß schraffiert sein (fünf rote Streifen).

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.07.2026, 12:20
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