Fahrt in den Skiurlaub

10.000 Euro Strafe! Darauf müssen Autofahrer nun achten

Wer die Ausrüstung bei der Fahrt in den Skiurlaub nicht ordnungsgemäß transportiert, riskiert nicht nur eine deftige Geldstrafe.
Heute Life
31.01.2026, 14:30
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Mit dem Start der Semesterferien machen sich viele Familien wieder in Richtung Skigebiete auf. Doch davor gilt es meist nicht nur das Gepäck, sondern auch die Ski- und Snowboardausrüstung im Auto zu verstauen. Doch was ist dabei besser, Dachbox, Skiträger oder doch im Auto? In jedem Fall warnt Roland Frisch, PKW-Chefinstruktor der ÖAMTC-Fahrtechnik: "Wer Ski, Board und Zubehör nicht richtig sichert, kann sich und andere in Gefahr bringen".

Doch nicht nur das, verstößt man gegen die Ladungssicherungspflicht beispielsweise durch herumkullernde Ski im Wageninneren, kann dies rechtliche Konsequenzen haben.

Vormerkung, Strafe und Urlaubsende

Neben einer Vormerkung im Führerscheinregister drohen hohe Geldstrafen von bis zu 10.000 Euro. "Zudem kann es passieren, dass die Weiterfahrt untersagt wird", warnt ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried.

"Eine Tasche auf dem Rücksitz gehört hier nicht dazu. Sehr wohl aber schlecht montierte Ski und eine falsch beladene Dachbox, die sich selbstständig machen, auf der Straße landen und den Nachfolgeverkehr gefährden können", stellt Authried klar.

Sicher beladen – das Wichtigste auf einen Blick

1
Schweres Gepäck gehört in den Kofferraum
"Koffer und Taschen gehören im Kofferraum möglichst weit unten an der Rückseite der hinteren Sitzbank platziert oder im hinteren Fußraum", erklärt Frisch. Auf der Hutablage sollte gar nichts liegen, auf Rücksitzen nur, wenn es mit Zurr- oder Sicherheitsgurten gesichert ist. Werden Ski oder Snowboard im Innenraum transportiert, sollten die Kanten abgedeckt werden (etwa mit einem Skisack oder einer Decke).
2
Sperriges gehört in die Dachbox
Gegenstände wie Ski oder Snowboards sollten aus Sicherheitsgründen in einer Dachbox transportiert werden. Allerdings muss man auch hier die Ladung verzurren. "Ohne stabile Spanngurte zur Fixierung des Inhalts der Dachbox kann das Ladegut in einer kritischen Fahrsituation zur Gefahr werden", warnt Frisch. Beim Beladen muss man die maximal zulässige Nutzlast der Dachbox sowie die erlaubte Dachlast des Autos beachten.
3
Zurrgurte verwenden
Schwere Gegenstände sollten immer mit Zurrgurten oder -netzen gesichert werden. Sicherheitsgurte können dann als Verstärkung dienen. "Die Gurte können quer über die Lehne gespannt und geschlossen werden. Dadurch wird die Rücksitzlehne zusätzlich abgefangen", empfiehlt der Fahrtechnik-Profi.
4
Lose Teile abdecken
"Taschen oder Einkaufskörbe, die lose Teile enthalten, sollten verschlossen oder zugedeckt werden", empfiehlt Frisch. Bei Fahrzeugen mit Fließheck sorgen Sicherheitsnetze und Trenngitter für zusätzliche Sicherheit.
5
Freie Sicht
Wichtig ist auch, das Auto so zu beladen, dass die Sicht frei bleibt. "Der '3-S-Blick' über Innenspiegel, Außenspiegel und über die Schulter muss möglich sein", so Frisch.

"Oft wird sperriges Equipment wie Ski, Skischuhe und Taschen auf dem Rücksitz transportiert oder Snowboard und Stöcke liegen quer über den Sitzen", so Frisch. "Das kann richtig gefährlich werden, denn ungesicherte Ladung kann schon bei einem Frontalcrash mit rund 50 km/h Belastungen erzeugen, die dem 50-fachen des Eigengewichts entsprechen. Dann prallt ein 2 kg schwerer Skischuh mit einer Wucht von bis zu 100 kg auf einen Mitfahrenden."

{title && {title} } red, {title && {title} } 31.01.2026, 14:30
Jetzt E-Paper lesen