Urlauber müssen auf der portugiesischen Trauminsel Madeira ab sofort tiefer in die Tasche greifen, wenn sie die berühmten Levadas und Bergpfade erkunden wollen. Die Regionalregierung hat die Gebühren für Wanderwege jetzt deutlich ausgeweitet: Nicht nur einige ausgewählte Routen, sondern alle offiziellen Wanderpfade der Insel sind nun kostenpflichtig – und mit zusätzlichen Beschränkungen versehen.
Bisher galten Wandergebühren nur für einzelne besonders beliebte Wege. Seit Januar 2026 ist damit Schluss: sämtliche klassifizierte Routen, darunter ikonische Pfade wie Pico do Areeiro, Pico Ruivo, Balcões oder Levada do Rei, fallen unter das neue Bezahlsystem.
Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts: Angesichts stark wachsender Besucherzahlen hatten die Behörden erklärt, die einzigartige Natur und fragilen Ökosysteme Madeiras schützen zu wollen. Gleichzeitig soll die Infrastruktur instand gehalten und der zunehmenden Belastung entgegengewirkt werden.
Urlauber zahlen nun 4,50 Euro pro Person und Weg, sobald sie einen der offiziellen Pfade betreten. Kinder unter 12 Jahren sowie Einheimische sind von der Zahlung befreit.
Neu ist auch die strenge Reservierungspflicht: Wanderer müssen ihren Startzeitpunkt vorab online buchen - das gilt für alle, auch Einheimische. Der Zugang ist nur in einem festgelegten 30-Minuten-Zeitfenster erlaubt. Für jeden Zeitraum gibt es zudem ein Besucherlimit, um Überfüllung und Staus auf den Pfaden zu vermeiden. Wer ohne gültige Buchung oder Ticket erwischt wird, riskiert eine Strafe von bis zu 50 Euro.
Besonders hart trifft es Fans der berühmten Route Pico do Areeiro – Pico Ruivo (PR1). Nach der Wiedereröffnung sollen hier deutlich höhere Preise gelten – je nach Art der Wanderung sogar bis zu 10,50 Euro pro Person.